FONDS professionell Österreich, Ausgabe 4/2025

UBS Wealth Management „ernsthaft bedroht“ Der Verwaltungsratschef der UBS, Colm Kelleher, wirft seinem Heimatmarkt Schweiz vor, als Zentrum der Verwaltung großer Vermögen an Glanz zu verlieren. „Die Schweiz ist an einem Scheideweg, sie steht vor großen Herausforderungen“, sagte Kelleher Anfang November auf dem „Global Financial Leaders’ Investment Sum- mit“ der Hong KongMonetary Authority. „ZumerstenMal ist sie imglobalenWealth Management ernsthaft bedroht – durch Finanzzentren wie Hongkong und Singa- pur.“ Die Eidgenossenschaft erlebe „eine Art Identitätskrise, was ihre Rolle im glo- EDOHQ %DQNZHVHQ EHWULȬWĺ +RQJNRQJ XQG Singapur werden für international tätige Akteure imWealthManagement zu einem immer bedeutenderen Ertragsmotor. Nach Schätzungen von Bloomberg Intelligence könnte das inHongkong verwalteteVermö- gen reicher Privatpersonen bis 2031 auf 2,6 Billionen US-Dollar anwachsen und sich damit nahezu verdoppeln. Die UBS arbei- tet noch immer an der Integration der Cre- dit Suisse, die sie Anfang 2023 übernom- men hat. Gleichzeitig versucht dasManage- ment, die Schweizer Regierung davon zu überzeugen, geplante regulatorische Ände- rungen abzumildern. FP STUDIE Banken setzen KI-Agenten ein Die Finanzbranche erlebt einen tiefgreifen- den Wandel: Banken und Versicherungen verlagern immer mehr kundenrelevante Prozesse auf KI-Agenten. Laut dem „World Cloud Report in Financial Services 2026“ des Capgemini Research Institute setzen bereits 75 Prozent der Banken KI-Agenten imKundenservice ein, gefolgt von Betrugs- HUNHQQXQJ .UHGLWEHDUEHLWXQJ b undOnboarding (59%). Ein zentraler Trei- ber ist dieKundengewinnung:Drei von fünf Finanzinstitutennennen sie alsHauptgrund für den Einsatz von KI-Agenten. Das wirt- schaftliche Potenzial ist enorm – bis 2028 könntenKI-Agenten laut Capgemini bis zu 450Milliarden US-Dollar Mehrwert schaf- IHQ 'HQQRFK EHljQGHW VLFK GLH %UDQFKH überwiegend erst im Aufbau der neuen technologischen Möglichkeiten: Zwar ent- wickeln33Prozent derUnternehmeneigene Agenten, aber nur zehn Prozent haben sie EHUHLWV JURĕijÌFKLJ LPSOHPHQWLHUW FP Colm Kelleher, Verwaltungsratschef der UBS: „Die Schweiz ist an einemScheideweg, sie steht vor großen Herausforderungen.“ NEWS & PRODUCTS Banken 36 fondsprofessionell.at 4/2025 Finanzprofis in Bewegung ››› Die aktuellsten News täglich auf fondsprofessionell.at Christian Sajowitz ist neuer Leiter des Private Bankings der Steiermärki- schen Sparkasse in Wien. Er löste Alexander Eberan ab, der in den Ruhestand ging. Zuletzt war Sajowitz bei der LGTBankÖsterreich. Harald Holzer , Vorstand- smitglied der Wiener Kathrein Privatbank , wird zum Jahresende in den Ruhestand treten. Der künf- tige CEO Stefan Neubauer übernimmt zusätzlich das Asset Management. Raiffeisen Capital Ma- nagement hat mit Daniela Uhlik-Kliemstein eine neue Chefin für das Privat- kundengeschäft in Öster- reich. Sie ist seit 2004 bei Raiffeisen Capital Manage- ment tätig. Der Chef der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA), JoséManuelCampa , hat seinen Rücktritt zum Jahresende angekündigt. Campa steht der European Banking Authority bereits seit März 2019 vor. Die Liechtensteinische Landesbank hat Chris- toph Reich zum neuen Group Chief Executive Offi- cer und Vorsitzenden der Gruppenleitung ernannt. Er tratdamitoffizielldieNach- folge vonGabriel Brenna an. GROSSES FOTO: © MARTIN RUETSCHI | SWITZERLAND UBS /// (UNTEN V. L. N. R.): © STEPHAN HUGER I STEIERMÄRKISCHE SPARKASSE, BARBARA NIDETZKY I KATHREIN PRIVATBANK, PIA MORPURGO I RAIFFEISEN CAPITAL MANAGEMENT, LIECHTENSTEINISCHE LANDESBANK, OLLIE ADAMS | BLOOMBERG, EUROPÄISCHE BANKENAUFSICHTSBEHÖRDE

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