FONDS professionell Österreich, Ausgabe 4/2025
Jahresend geschäft Am investitionsbedingten Gewinnfreibetrag führt für Selbst- ständige kein Weg vorbei. Berater sollten dabei helfen, über die Jahre ein möglichst diversifiziertes Portfolio aufzubauen. W ährend Steuerberater noch letzte Berechnungen durchführen, berei- ten sich Vermögensberater und Banken auf das Jahresendgeschäft mit Paragraf- 14-Fonds vor. Wer bis Jahresende inves- tiert, kann bis zu 13 Prozent des Gewinns (maximal 45.350 Euro) steuerlich geltend machen – vorausgesetzt, die Veranlagung erfolgt in den dafür zugelassenen Fonds. Die Zahl an geeigneten Produkten bleibt groß – insgesamt knapp 100 Paragraf- 14-Fonds stehen zur Verfügung. Die Aus- wahl fällt dabei allerdings nicht leicht, denn in der Wertentwicklung zeigen sich bei unterschiedlichen Fondskonzepten deutliche Unterschiede. Die Beratungs- aufgabe ist hier keinesfalls einfach, wie Finanzadmin-Geschäftsführer Reinhard Magg bestätigt, der auch hier zu Diversi- ljNDWLRQ UÌW Ľ:LU XQWHUVWĞW]HQ GLH %HUDWHU aber die Endentscheidung bleibt natür- lich beim Berater und dessen Kunden. Insgesamt sehen wir, dass es historisch betrachtet Sinnmacht, in unterschiedliche Produkte zu investieren. Welche Probleme eine Übergewichtung in einem Produkt ergeben kann, haben wir mit dem LLB Semper Real Estate gesehen. Vier Jahre ist doch ein langer Mindestbehaltezeitraum, da kann schon einiges passieren.“ Der Fonds muss nach Liquiditätsproblemen in den kommenden Jahren abgewickelt wer- den, eine erste Auszahlung könnte Ende dieses Jahres erfolgen. Ein Blick auf die aktuelle Produkttabel- le zeigt zumindest, dass man in den ver- gangenen Jahren vor allem mit konserva- tiven Mischfonds punkten konnte. Über einen Zeitraum von fünf Jahren zeigen vor allem Fonds mit ausgewogener, breit gestreuter Anlagestrategie Stärke. Ganz vorn liegt der Hypo Invest der Master- invest KAG mit einer durchschnittlichen Performance von 5,68 Prozent jährlich. Der Fonds kombiniert europäische Anlei- hen mit globalen Aktien und setzt auf aktives Management – ein Ansatz, der in einem Umfeld schwankender Zinsen Stabilität bietet. Knapp dahinter folgt der Kepler Vorsorge Mixfonds A von Kepler- Fonds aus Linz mit annualisierten 5,59 Prozent. Der Fonds investiert rund 60 Pro- zent in qualitativ hochwertige Anleihen internationaler Emittenten und ergänzt das Portfolio durch dividendenstarke Aktien. Dieses ausgewogene Mischkon- zept hat sich insbesondere in Phasen erhöhter Marktvolatilität bewährt. Ebenfalls überzeugend präsentiert sich der RT Optimum § 14 Fonds (Erste AM), der auf 5,49 Prozent im Jahr kommt. Er setzt auf eine Multi-Asset-Strategie mit ESG-Schwerpunkt und orientiert sich stark an nachhaltigen Qualitätsunterneh- men. Diese Kombination aus sozial ver- antwortlichem Investieren und aktivem Risikomanagement macht ihn zu einem Das Jahresende naht – und Vermö- gensberater können dasWertpapier- geschäft auch dieses Jahr wieder über den investitionsbedingten Gewinnfreibetrag noch einmal deutlich aufbessern. » Welche Probleme eine Übergewichtung in einem Produkt ergeben kann, haben wir mit dem LLB Semper Real Estate gesehen. « Reinhard Magg, Finanzadmin 270 fondsprofessionell.at 4/2025 STEUER & RECHT §-14-Fonds FOTO: © STANLEY | GENERIERT MIT KI | STOCK.ADOBE.COM
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