FONDS professionell Österreich, Ausgabe 4/2025
Sichtbar keit Franklin Templeton will den Vertrieb in Österreich ausbauen. ETFs spielen dabei eine wichtige Rolle. Für Berater und Vertrieb ändere sich durch ETFs einiges, sagt Expertin Caroline Baron. R und 1,6 Billionen US-Dollar verwal- tet Franklin Templeton global für seine Kunden – davon 54 Milliarden in börsengehandelten Fonds (ETFs), ein noch überschaubarer Anteil von gut drei Prozent. Wobei aber klar ist: Die Inves- torennachfrage verschiebt sich hin zu diesen kostengünstigen Fonds, die meist rein passiv einen Index nachbilden oder mit einer gewissen aktiven Komponente angereichert sein können. Auch zum Ausbau des Geschäfts in Österreich sollen ETFs wesentlich beitragen, sagte Caroline %DURQ &KHljQ IĞU GLH (7) 'LVWULEXWLRQ LQ der EMEA-Region im Gespräch. Ankurbeln will sie unter anderem das Retail- und Wholesale-Geschäft über Onlinebroker und Plattformen. In den USA gehören den Retailinvestoren bereits 50 Prozent des ETF-Marktes. In Europa sind die Endanleger hingegen erst wäh- rend der Corona-Pandemie so richtig angesprungen, als die Kunden angesichts JHVFKORVVHQHU %DQNljOLDOHQ GDV +HIW VHOEVW LQ GLH +DQG QDKPHQ /DXW GHP $VVHW Management-Bericht des europäischen Branchenverbands Efama dominieren institutionelle Investoren den ETF-Markt in Europa. Es ist aber eine Verschiebung imGange: Insgesamt stieg der Retailanteil an den gesamten Fondsvermögen zwi- schen 2019 und 2023 von 26 auf 31 Pro- zent – wobei ETFs zunehmend das bevor- zugte Mittel sind, wie es bei der Efama heißt. Dementsprechend gibt es für die Anlagegesellschaften in diesem Bereich momentan viel zu gewinnen. Partnerschaften „Wir wollen wirklich, dass unsere Produkte auf den Plattformen sichtbar sind“, sagt Franklin-Templeton-Manage- rin Baron. Eine ETF-Kooperation mit der Easybank wurde bereits im Sommer bekannt gegeben. Weitere Partnerschaf- ten stünden in den Startlöchern. In ande- UHQ /ÌQGHUQ DUEHLWHW )UDQNOLQ 7HPSOHWRQ mit Neobanken wie Trade Republic oder mit dem Social-Trading-Anbieter eTorro zusammen. Prognosen zu erwarteten ETF-Zuwäch- sen gibt Baron nicht ab. Bis der Anteil der Privatanleger jedoch (ähnlich wie in den USA) dem der institutionellen entspricht, könne es dauern. „Da reden wir sicher noch über zehn, 15 Jahre“, so Baron, die auch auf die Unterschiede in den Pen- sionssystemen hinweist. „In den USA ist der Wissensstand bei Finanzthemen ein- IDFK GHVKDOE JUĆĕHU ZHLO VLFK GLH /HXWH Caroline Baron (r.), EMEA-Chefin für den ETF-Vertrieb bei Franklin Templeton, mischt imRennen um aktive ETFs in Österreichmit. ImBild mit Martin Bechtloff, Vice President ETF-Vertrieb, inWien. » Ich glaube, dass die Beratung immer häufiger honorarbasiert sein wird. Das ist, was wir in den USA gesehen haben. « Caroline Baron, Franklin Templeton 210 fondsprofessionell.at 4/2025 VERTRIEB & PRAXIS Caroline Baron + Martin Bechtloff | Franklin Templeton FOTO: © MARLENE FRÖHLICH | FONDS PROFESSIONELL BeimTeamvon Franklin Templeton persönlich nachfragen: auf demFONDS professionell KONGRESS 2026 inWien. ANMELDUNG: fondsprofessionell.at WIEN, 4. UND 5. MÄRZ 2026
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