FONDS professionell Österreich, Ausgabe 4/2025
ein guter Ansatz, und wir als VÖPE kön- nen als Ergänzung zur Wirtschaftskam- mer etwas beitragen. Amann: Wir sind in Österreich in der Lage, über politische Positionen hinweg JXWH 5HJHOXQJHQ ]X VFKDȬHQ 'DV :RK- nungsgemeinnützigkeitsrecht ist eines der weltweit besten. Ich frage mich oft, warum das im Mietrechtsgesetz nicht gelingt. Herr Czapek, wie nehmen Sie das Investi- tionsklimawahr?Wie geht es Ihnenmit der Unsicherheit, ob vielleicht Neuerungen, die rückwirkendgelten, auf Siezukommen? Czapek: Wenn es gesetzliche Änderungen gibt, müssen wir das zur Kenntnis neh- men und notwendige Anpassungen vor- nehmen. Mir ist aber wichtig, dass wir das Thema Wohnen, das zurzeit sehr emotio- nal besetzt ist, nicht einseitig diskutieren. Unter „leistbarem Wohnen“ stellt sich MHGHU HWZDV DQGHUHV YRU 'DV JLOW IĞU XQV hier in dieser Runde genauso wie für den 20-jährigen Alleinverdiener oder jeman- den, der Karriere gemacht hat. Wir haben Tausende Mieter in unseren Wohnimmo- bilien und sehen große Unterschiede. Manche können sich höhere Mieten leis- ten, manche können sich nur moderate Mieten leisten. Letztlich geht es um die Wohnkosten im Verhältnis zum Einkom- men. In unserem Fonds liegt die Band- breite der Mieten zwischen vier und 18 (XUR 'HQ 9RUZXUI GDVV GDV HLQ :XFKHU ist, lasse ich für eine Topimmobilie in guter Lage nicht gelten. Und mit vier Euro lässt sich ein Haus nicht erhalten. Rosifka: 'HVKDOE KDEH LFK YRUJHVFKODJHQ dass man den Anteil an der Miete, der für Erhaltungsarbeiten verwendet wird, mit dem Baukostenindex wertsichert, den 5HVW GDIĞU DEHU JDU QLFKW 'DV ZÌUH VDFK- lich gerechtfertigt. Aber warum soll man mit der Mieterhöhung eine Renditesteige- rung bekommen? Czapek: ,Q YLHOHQ 'LVNXVVLRQHQ LUULWLHUW mich die vorwurfsvolle Frage, warum die Immobilieneigentümer so viel verdienen müssen. Wenn zum Beispiel Apple hohe Gewinne erzielt, stört das niemand. Im Gegenteil, wenn der Gewinn sinkt, gibt es eine Gewinnwarnung. Wir müssen mit den Mitteln, die wir einnehmen, haushal- ten. Wenn die Kosten weiter steigen, kann es mittelfristig so sein, dass Investitionen ]HLWOLFK YHU]ĆJHUW VWDWWljQGHQ Rosifka: 'LH 0LHWSUHLVEUHPVH LVW HLQ 'HDO In diesem Gesetz steht, dass die Ver- jährungsfrist bei rechtswidrigen Wert- sicherungen nur noch fünf Jahre ist und QLFKW -DKUH 'DV LVW HLQ XQJODXEOLFKHU Gewinn. Ich bin mir sicher, dass die Immobilienwirtschaft, wenn sie das nach- rechnet, sagt, dass sie mehr bekommt, als sie hergibt. Niedermühlbichler: 'LH DNWXHOOHQ 0DĕQDK- men werden seitens der Immobilienwirt- schaft kritisch gesehen und teilweise sogar YHUWHXIHOW $EHU VLH VFKDGHQ LKU QLFKW 'LH 'UHL 3UR]HQW *UHQ]H ZLUG LQ GHQ QÌFKVWHQ Jahren wahrscheinlich nicht schlagend werden. Sie gilt nur, wenn wir wieder auf HLQH +\SHULQijDWLRQ ]XJHKHQ :LU VHKHQ die Maßnahmen auch kritisch, denn aus unserer Sicht ist das viel zu wenig. Aber die Immobilienwirtschaft macht daraus die Geschichte „Keiner wird mehr inves- WLHUHQĺ 'DV JODXEH LFK QLFKW Czapek: Es ist immer von der Immobi- lienwirtschaft die Rede. Es gibt aber unterschiedliche Player mit unterschiedli- chen Interessen. Als Fondsmanager eines fondsprofessionell.at 4/2025 145 FOTO: © MARLENE FRÖHLICH FÜR FONDS PROFESSIONELL | MARLENE.AT » Mir ist wichtig, dass wir das Thema Wohnen, das zurzeit sehr emotional besetzt ist, nicht einseitig diskutieren. « Peter Czapek, BA Real Invest Peter Czapek wurdemit 1. Jänner 2013 in die Geschäftsführung der Bank Austria Real Invest berufen. Zuvor war er Leiter desPrivatkundengeschäfts inder BankAustriamit Schwerpunkt Produkt-undMarketingstrategie und in dieser Funktion für den Vertrieb der Real-Invest-Produkte zuständig.
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