Die Uniqa Insurance Group AG plant – allein oder in einem Verbund – erneut Anteile an Fintechs und anderen Start-ups zu erwerben. "In Zukunft wird das Partnering mit europäischen Venture Capital Playern und Innovatoren aus anderen Branchen noch ausgeweitet", heißt es in einer Aussendung. Um dabei gezielt vorgehen zu können, werden die Startup-Aktivitäten künftig in der Tochter Uniqa Ventures GmbH zusammenlaufen. Dieser stehen für etwaige Zukäufe 25 Millionen Euro Risikokapital zur Verfügung.

Neben dem Ausbau der Direktinvestitionen sind auch Co-Investments und Partnerschaften mit Venture Capital Investoren geplant, um Synergieeffekte zu nutzen. In einer Aussendung spricht die Uniqa mit Verweis auf ihr eigenes Netz in der Region besonders Start-ups an, die in CEE-Ländern Fuß fassen wollen. Die Ventures Capital Aktivitäten werden vom bestehenden Venture-Team unter der Leitung von Andreas Nemeth verantwortet.

Fünf bestehende Beteiligungen, eine verkauft
Die Uniqa ist seit 2016 als Risikokapitalgeberin aktiv und derzeit an fünf Start-ups beteiligt: Bsurance, ein InsurTech aus Österreich, das auf "B2B2C"-Modelle spezialisiert ist (Partner bietet den Endkunden Versicherungsprodukt). Finabro, ein digitaler Berater für privates Sparen und langfristige Veranlagungen; Fincompare, die nach Uniqa-Angaben führende deutsche Plattform die Finanzierungslösungen für mittelständische Unternehmen bietet; Fragnebenan, eine Nachbarschaftsplattform in Österreich, und Twisto, ein Payment-Services Anbieter aus Tschechien. Eine Beteiligung an Inzmo, einem estnischen Insurtech, wurde im November 2017 mit Gewinn an einen strategischen Investor verkauft.

Als Anlaufstelle für die Start-ups wurde die Homepage http://www.uniqaventures.com eingerichtet. Das Unternehmen richtet sich "an herausragende Unternehmensgründer, die Risikokapital in der Early und Growth Stage Phase für die weitere Skalierung benötigen". Uniqa biete naben Kapital auch Zugang zu Branchenverständnis im Finanzdienstleistungssektor oder dem Gesundheitsbereich. (eml)