Der Steuervorteil der fondsgebundenen Lebensversicherung (FLV) gegenüber einem klassischen Direktinvestment in Fonds ist offenbar immer noch vielen Österreichern unbekannt. Dies geht aus einer Umfrage des Linzer Market-Institut im Auftrag des Fachverbands Finanzdienstleister der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) und der Nürnberger Versicherung hervor.

Im Rahmen der Umfrage wurden 1.000 Österreicher darüber befragt, welche Anforderungen sie an eine fondsgebundenen Lebensversicherung (FLV) stellen. Auf die Frage "Wie informiert fühlen Sie sich über die steuerlichen Vorteile, die Ihnen konkret die Vorsorgeform Fondsgebundene Lebensversicherung gegenüber einem reinen Bankenprodukt bieten kann?" zeigten sich rund zwei Drittel der Menschen – unabhängig davon, ob sie eine FLV besitzen oder nicht – als weniger beziehungsweise gar nicht informiert. Und auch bei den FLV-Besitzern weiß nur knapp jeder Zweite über die steuerlichen Vorteile Bescheid. Bei der FLV fällt bekanntlich nur die Versicherungssteuer in Höhe von vier Prozent an. 

Risiko und Sicherheit
Dabei zeigte sich, dass 78 Prozent der Befragten wichtig ist, dass sie die Anlagestrategie im Rahmen der FLV nach den Gesichtspunkten Risiko und Sicherheit festlegen können. Für 75 Prozent ist es wichtig, dass sie sich nicht um die Qualität der einzelnen Fonds kümmern müssen, weil der Versicherer diese regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf austauscht.

"Wir können diese Kundenwünsche gut nachvollziehen und mit unseren Produkten auch sehr gut abdecken. Das Spektrum reicht dabei von sehr konservativen Strategien über ausgewogene Konzepte bis zu sehr dynamischen Veranlagungen. Für Anleger, die eine flexible Anlagestrategie suchen und sich während der Laufzeit nicht mit Fondsdetails beschäftigen wollen, haben wir unsere Premium Vermögenspläne entwickelt. Diese stellen eine Mischung mehrerer vermögensverwaltender Fonds dar. Dabei überwachen wir regelmäßig die Anlageergebnisse der einzelnen Fonds und nehmen im Bedarfsfall auch einen Fondsaustausch vor", erklärt Michael Lacchini, Produktmanager bei der Nürnberger Versicherung.

Automatische Risikoreduktion
Eine weitere Anforderung, die 69 Prozent der Befragten bei einer FLV als wichtig erachten, ist, dass am Ende der Laufzeit Fachleute automatisch und zeitgerecht risikoreichere Fonds in risikoärmere Fonds umschichten und man dies nicht selbst machen muss. Darüber hinaus ist es für jeden Zweiten wichtig, dass er Investmentfonds wechseln kann – bei Bedarf auch in kurzen Abständen. "Wir bieten unseren Kunden den Service des aktiven, ablauforientierten Anlagemanagements (AAA-Management). Dabei erhalten sie gegen Vertragsende von der Nürnberger fundierte Vorschläge zur Kapitalabsicherung. Was die Änderung der Fondszusammenstellung betrifft, können Kunden bei uns Fondsumschichtungen täglich bequem vom PC, Tablet oder Smartphone aus veranlassen“. (gp)