54 Prozent der High-Net-Worth-Individuals (HNWIs) befürchten, dass ihr Besitz unterversichert ist oder dass ihre Versicherungen nicht auf ihre spezifischen Ansprüche zugeschnitten sind. Das zeigt eine Umfrage des Industrieversicherers Chubb. Befragt wurden 500 Personen mit einem freien Vermögen (ohne Immobilien) ab einer Million Pfund in Großbritannien, Irland und Frankreich.

Erstaunlicherweise gehen Superreiche dennoch kaum konsequent an das Thema heran: Nur drei von zehn Umfrageteilnehmern suchen sich wirklich Versicherer oder Vermittler, die auf ihre Themen spezialisiert sind. Und weniger als ein Fünftel schließt dann tatsächlich eine Versicherung bei einem spezialisierten Vermittler ab.

Zu konkret zugeschnittenen Leistungen kann etwa gehören: die Gutachtenerstellung einer wertvollen Sammlung, Policen, die alles abdecken, was nicht ausdrücklich ausgeschlossen ist oder die Sachbearbeitung komplizierter Schadensfälle.

Kunst im Fokus, Autos als Nebenschauplatz
Versicherer in diesem Bereich müssten verstehen, dass es nicht nur um Diebstahl oder Feuer gehe, sagt Steve Wilkinson, Risk Consultant Manager bei Chubb: "HNWIs sind unglaublich leidenschaftlich, wenn es um ihre Sammlungen geht“. Man müsse den Klienten mehr vermitteln, dass man alles tue, um diese Bestände zu schützen.

Die Liste der Sammlungen wird von Kunst (77 Prozent der Befragten), Uhren (73 Prozent), Schmuck (69 Prozent) und Antiquitäten (63 Prozent) angeführt. 62 Prozent besitzen teure Designerhandtaschen, 60 Prozent haben schützenswürdige Weinbestände. Am Ende der Skala rangieren Autos beziehungsweise Luxusautos mit je 57 Prozent. (eml)