Mit der Einführung Versicherungsvertriebsrichtline IDD werden nicht nur weitere Kosten und mehr Bürokratie auf die Branche zukommen. Die Einführung einheitlicher Produktinformationsblätter soll auch die Transparenz für die Kunden erhöhen. Dabei sind sich die heimischen Versicherer einig, dass die Produkte dadurch leichter vergleichbar werden. Somit werden auch die Kostenstruktur und die Art und Weise der Verprovisionierung künftig eine wichtigere Rolle spielen als bisher.

Schon im Vorfeld bieten immer mehr Gesellschaften auch ungezillmerte Tarife an. So hat etwa der Versicherer Standard Life im November dieses Jahres eine exklusiv für den österreichischen Markt entwickelte ungezillmerte Fondspolizze herausgebracht. Auch bei der Uniqa Österreich wird derzeit der Start der neuen fondsgebundenen Produkte vorbereitet. Diese sollen noch im Dezember präsentiert werden und ab 2018 in den Vertrieb gehen. Dabei wird auch die Uniqa auf einen ungezillmerten Tarif setzen. Dritter Versicherer im Bunde ist die HDI Leben mit Two Trust Aktiv.



Großer Überblick
Um einen Überblick über die Grundkonditionen bei Fondspolizzen bieten zu können, sammelt FONDS professionell bei den zwölf größten heimischen Lebensversicherungen jährlich Daten für einen Fondspolizzenvergleich ein, der neben Informationen zu Abschlussprovisionen auch Angaben zu den Punkten Stornoreserve und Maximierung enthält. Weil auch die Art und Weise der Vergütung immer wichtiger wird setzen viele Berater zunehmend auf ungezillmerte Tarife, da die gezillmerten Varianten den Steuervorteil der fondsgebundenen Versicherungen schmälern. In Zukunft könnten gemischteVergütung aus Honorar und Bestandsprovision an Bedeutung gewinnen. Daher finden Sie im Vergleich auch eine Aufschlüsselung nach ungezillmert und gezillmerten Fondspolizzen. Den Vergleich finden unsere Leser hier (kostenloses Login notwendig).

Insgesamt bieten ab dem nächsten Jahr acht der befragten Gesellschaften Produkte mit ungezillmerten Tarifen an. Dass diese bei jenen Häusern, die sowohl gezillmerte als auch ungezillmerte Tarife im Angebot haben, mittlerweile einen nicht unwesentlichen Beitrag zum Neugeschäft leisten, wird etwa von der Helvetia bestätigt. Aber auch die Nürnberger Versicherung hat den Trend aufgegriffen und ist mit der bisherigen Entwicklung zufrieden. Nürnberger-Vorstand Philipp Steiner erklärt: "Im Fondspolizzenneugeschäft ist die Entwicklung 2017 sowohl in der laufenden Prämie als auch im Einmalerlag bisher sehr gut verlaufen, wir schließen damit an den Erfolg der Vorjahre an. Einen wesentlichen Beitrag liefert unser ungezillmerter Tarif, der vom Markt sehr gut angenommen wird." (cf/gp)


Der komplette Bericht "Keine Angst vor der IDD" erscheint in der neuen Heftausgabe 4/2017 von FONDS professionell, die den Abonnenten dieser Tage zugestellt wird. Angemeldete Mitglieder des FONDS professionell KLUBs können den Artikel auch hier im E-Magazin lesen. (cf)