Die Allianz-Versicherungsgruppe hat in den ersten neun Monaten ein positives Ergebnis erzielt. Der Gesamtumsatz stieg um 2,2 Prozent auf 94,5 Milliarden Euro. Der Betriebsgewinn kletterte um 3,5 Prozent und betrug 8,3 Milliarden Euro. Dazu haben laut dem Versicherer alle Geschäftsbereiche beigetragen, nicht zuletzt die Vermögensverwaltungssparte.

"Der Geschäftsbereich Asset Management hat die 100-Milliarden-Euro-Marke für Nettomittelzuflüsse Dritter bereits in den ersten neun Monaten des Jahres überschritten. Das ist eine bemerkenswerte Leistung! Die herausragenden Anlageergebnisse unserer aktiv verwalteten Fonds sind der Hauptgrund für diese starken Zuflüsse", sagte Allianz-Finanzvorstand Dieter Wemmer.

Pimco mit massivem Zustrom
Ein genauer Blick auf die Präsentation verrät, dass alleine die US-Tochter Pimco bis Ende September Netto-Mittelzuflüsse in Höhe von 101 Milliarden Euro verzeichnen konnte, davon alleine 29 Milliarden im dritten Quartal. Die Schwester Allianz Global Investor (AGI) zeichnete damit nur für fünf Milliarden Euro verantwortlich – auch wenn durch den Verkauf der Korea-Tochter von AGI zehn Milliarden Euro an Netto-Abflüssen zu verzeichnen waren. AGI wäre also insgesamt auf 15 Milliarden Euro an frischem Kapital gekommen.

Insgesamt verwaltete der Asset-Management-Bereich der Allianz für Dritte Ende des dritten Quartals 1.413 Milliarden Euro. Das entspricht einem Wachstum von sieben Milliarden Euro im Vergleich zu Juni 2017. Die hohen Mittelzuflüsse und positive Marktentwicklungen wurden durch negative Fremdwährung- und Dekonsolidierungseffekte reduziert. Das operative Ergebnis kletterte seit Jahresbeginn um 11,5 Prozent auf 1.743 Millionen Euro. Das Aufwand-Ertrag-Verhältnis verbesserte sich um 1,6 Prozentpunkte auf 62,6 Prozent.

Deutsche Lebensgeschäft wächst weiter
Auch der Lebensversicherungsbereich wuchs. Die Beitragseinnahmen hier stiegen im dritten Quartal aufgrund des höheren Absatzes von kapitaleffizienten Produkten in Deutschland sowie von fondsgebundenen Verträgen in Italien, Taiwan, Belgien und Luxemburg um 3,9 Prozent auf 15,1 (14,5) Milliarden Euro. Damit wurde der Umsatzrückgang von indexgebundenen Rentenprodukten in den Vereinigten Staaten mehr als ausgeglichen. Konkret betrugen die Neueinnahmen im deutschen Lebensgeschäft 141 Millionen – ein Plus von 1,3 Prozent. (jb)