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Neuigkeiten rund um den Fall Globe Invest: Bei einer Einvernahme am Landesgericht Wels/Oberösterreich – ein Anleger hat einen Konkursantrag gegen die Firma eingebracht – hat Vorstand Bernhard Wolschlager dagegen berufen, dass der Fall in Wels verhandelt wird. Der Firmensitz von Globe Invest ist nämlich Wien.
„Das Verfahren ist von Wien nach Wels abgetreten worden. Gegen diesen Abtretungsbeschluss ist Rekurs eingelegt worden“, bestätigte ein Sprecher des Landesgerichts Wels gegenüber FONDS professionell ONLINE. D.h. der Akt geht wieder nach Wien, das Oberlandesgericht wird nun eine Entscheidung über die Zuständigkeit treffen.
Ein weiterer Kritikpunkt seitens Wolschlager bei der Einvernahme: Der Globe Invest-Chef ist der Meinung, dass der Anleger, der den Konkursantrag eingebracht hat, das gar nicht tun dürfte, weil er einen Genussschein gezeichnet hat und dadurch Eigenkapitalgeber und nicht Konkursgläubiger sei.
Mindestens 5000 Kunden sind von der Zahlungsunfähigkeit der Anlagefirma „Globe Invest“ betroffen. Wie bereits berichtet, hat Globe Invest die Auszahlungen an ihre Kunden wegen Liquiditätsproblemen gestoppt.
Sanierung Ende Februar?
Wolschlager kündigte zudem ein Sanierungskonzept an. „Das Konzept werden wir Ende Februar/Anfang März 2009 vorstellen“, so der Finanzdienstleister im Telefongespräch mit FONDS professionell ONLINE. Nähere Angaben wollte er nicht machen.
Ein Verkauf des Immobilenportfolios von Globe Invest würde laut Wolschlager 25 bis 30 Millionen Euro bringen. Immobilien sind derzeit aber schwer veräußerbar und weil auch Aktien deutliche Verluste hinnehmen mussten, konnten das Liquiditätsproblem bisher nicht gelöst werden. (dnu) |