21.11. | 2011

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Rückläufige Entwicklung am österreichischen Zertifikatemarkt hält an

Am österreichischen Zertifikatemarkt setzt sich die rückläufige Entwicklung aus den Vormonaten weiter fort. Laut der jüngsten Marktstatistik, die das Zertifikate Forum Austria (ZFA) monatlich veröffentlicht, ist mit Stichtag 31. Oktober 2011 das Gesamtmarktvolumen, das bei österreichischen Privatanlegern platziert ist, um 4,8 Prozent auf 13,2 Milliarden Euro gesunken. Der Open Interest (exkl. Zinsprodukte) der fünf führenden Zertifikate-Emittenten Österreichs – Raiffeisen Centrobank, Volksbank, Erste Bank, Bank Austria und Royal Bank of Scotland – mit einem geschätzten Marktanteil von 75 Prozent sinkt im Berichtsmonat um drei Prozent auf 5,7 Milliarden Euro. „Für den Volumenverlust sind zu einem Großteil ausgelaufene Produkte verantwortlich. Negative Preiseffekte von 0,2 Prozent spielen in diesem Monat nur eine untergeordnete Rolle“, äußert sich Heike Arbter, Vorsitzende des Vorstandes des ZFA.

Rückgang bei Anlage-, Zuwächse bei Hebelprodukten

Mit einem Rückgang von 3,1 Prozent auf aktuell 5,7 Milliarden Euro sind Anlageprodukte, dazu zählen Produkte mit längerfristigem Anlagehorizont wie Kapitalschutz-, Bonus- oder Index- Zertifikate, für den Volumenrückgang im Oktober verantwortlich. Bereinigt um durchschnittliche Kursverluste von 0,2 Prozent sinkt der Open Interest um insgesamt 2,9 Prozent. Der hohe Anteil an Anlageprodukten (99,3 Prozent Marktanteil) wirkt sich auch weiter negativ auf die Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf aus. Seit Jahresbeginn verzeichnen Anlageprodukte einen Rückgang von 5,7 Prozent bzw. 341 Millionen Euro. Hebelprodukte wie Optionsscheine oder Knock-Out Produkte (0,7 Prozent Marktanteil) entwickeln sich im Berichtsmonat gegenläufig zum Trend und können an Volumen zulegen. Ihr Open Interest steigt im Oktober um 12,6 Prozent auf 38 Millionen Euro an. Im Gegensatz zu Anlageprodukten tragen positive Preiseffekte bei Hebelprodukten zum Wachstum des Open Interest bei. Bereinigt um den Preiseffekt von 4,8 Prozent beträgt der Volumenanstieg 7,8 Prozent. Trotz der Volumengewinne im Oktober verlieren Hebelprodukte im Jahresverlauf deutlich, seit 1. Jänner ist ein Rückgang um fast zwei Drittel festzustellen.

Umsatzrückgange bei ZFA-Mitgliedern

Die negative Entwicklung im Vormonat hält auch im aktuellen Berichtsmonat weiter an. Die Umsätze der Emittenten sinken im Oktober um 34,6 Prozent auf ein Gesamtvolumen von 175 Millionen Euro. Im Gegensatz zum Marktvolumen ist der Rückgang der Umsätze sowohl bei Anlage- als auch bei Hebelprodukten zu beobachten. Die bis Sommer anhaltende positive Entwicklung des österreichischen Zertifikatemarktes hat sich in den Monaten September und Oktober umgedreht. Das bei Privatanlegern platzierte Volumen befindet sich damit auf dem tiefsten Stand seit Jahresbeginn. „Obwohl Zertifikate in diesem Jahr deutlich besser als andere Anlageinstrumente performt haben, kann sich der österreichische Zertifikatemarkt natürlich nicht dauerhaft von der anhaltenden Volatilität und der Unsicherheit auf den Finanzmärkten abkoppeln. „Wir hoffen sehr, dass sich die Stimmung gegen Jahresende wieder bessert und wir in Folge wieder Zuwächse beim Marktvolumen sehen werden“, so Arbter. (dw)

Quelle:FONDS professionell

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