27.09. | 2011

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Emittenten-Ranking: Zertifikate-Anbieter haben aus der Krise gelernt

Das Ergebnis des aktuellen Emittenten-Rankings von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit "Welt" und "Welt am Sonntag" zeigt: Drei Jahre nach der Lehmann-Pleite sind die Zertifikate-Anbieter deutlich transparenter geworden und orientieren sich im Service immer stärker an den Bedürfnissen ihrer Kunden – kurz gesagt: Sie haben aus der Krise gelernt. Diese Bedürfnisse werden allerdings zunehmend anspruchsvoller und erwarten inzwischen auch mobile Applikationen für Smartphones oder Tablet-PCs – hier gilt es für die Anbieter, aktiv zu werden und neue Kanäle zu erschließen.

Goldman Sachs zum fünften Mal in Folge top
Es gibt zwar immer noch Emittenten, die den Kunden Informationen zu ihren Produkten verweigern und auf die Hausbank verweisen. Doch solche Fälle werden von Jahr zu Jahr seltener. Inzwischen nutzt die Mehrheit der Emittenten ihre Plattformen, um den Anlegern proaktiv Produktinformationen anzubieten. Dabei werden auch entscheidende Themen wie Emittenten- beziehungsweise Bonitätsrisiken an prominenter Stelle angesprochen. Als vorbildlich erweist sich erneut Goldman Sachs: Das amerikanische Wertpapierhandelsunternehmen führt das Ranking nun schon zum fünften Mal in Folge an – gefolgt von HSBC Trinkaus und der DZ Bank.

"Dr. Stefan NaumannDie Branche hat in den vergangenen drei Jahren nachhaltig daran gearbeitet, das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen. Doch nun warten neue Herausforderungen auf die Anbieter. Denn wir registrieren zunehmend mehr Selbstentscheider, die ohne Unterstützung der Berater Zertifikate kaufen. Sie wollen jederzeit und ortsungebunden Kapitalmarktinformationen abrufen und ihr Portfolio checken. Mobile Informationsangebote – zum Beispiel für Smartphones und Tablet-PCs – sollten daher möglichst schnell zum Standard für die Zertifikatebranche werden", meint Studienleiter Stefan Naumann von Steria Mummert Consulting.

Für die Anbieter gilt insgesamt, ihren Kunden Zugang über neue und etablierte Kanäle zu ermöglichen sowie detaillierte aber gleichzeitig verständliche Informationen zu liefern. Denn die Retail-Anleger verlangen diese stärker denn je und zeigen sich aufgrund der Erfahrungen in der Finanzkrise deutlich kenntnisreicher als früher. (mb)

Hintergrundinformationen
Insgesamt 32 Zertifikate-Anbieter wurden im aktuellen Ranking unter die Lupe genommen. Sie decken rund 95 Prozent des Marktes ab. Sechs Monate lang wurden dabei Service und Transparenz mit E-Mails, Telefonanrufen sowie einer gründlichen Untersuchung des Internetauftritts der Emittenten getestet. Für guten Service gab es bis zu 40 Punkte, für Transparenz im Internet und in der Produktdokumentation maximal 60 Punkte.

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