Das Lager der Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland ist vom Aussterben bedroht, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) berichtet. Seit dem Jahr 1990 sank die Zahl von 3.344 auf 915 Institute. In diesem Zeitraum verschwand jede zweite der mittlerweile noch 390 Banken. Der Konsolidierungsdruck hänge derzeit auch mit den hohen Investitionen in die Digitalisierung zusammen, mit der die meisten Anbieter auf Dauer überflüssig werden. Aber das Sterben kleinerer lokaler Institute sei in den vergangenen Jahren vor allem auf die aufsichtsrechtliche Lawine zurückzuführen, schreibt die FAZ. Die Unmenge an Melde- und Dokumentationspflichten, wie sie etwa die EU-Finanzmarktrichtlinie Mifid II auferlegt, überfordere die kleinen Institute. (mb)