Eigentlich sollte der von der Europäischen Zentralbank (EZB) Mitte 2014 eingeführte Strafzins auf Bankeinlagen die Kreditvergabe an Firmen und Privatleute ankurbeln. Doch die Geldhäuser in der Euro-Zone zahlen für ihre Bankeinlagen bei der EZB beziehungsweise Bundesbank lieber einen hohen Preis. Wie die Beratungsfirma Barkow Consulting in einer Studie errechnet hat, haben die Geldinstitute dort für ihre Einlagen seit Jahresbeginn 900 Millionen Euro an Zinsen bezahlt. Damit erreichten die Zinszahlen der europäischen Banken bereits in der ersten Jahreshälfte beinahe den Wert von 2016: Im Vorjahr zahlten sie eine Milliarde Euro an Strafzinsen. (cf)