Nach einer Serie an Hiobsbotschaften überrascht die Deutsche Bank nun einmal positiv. Für das zweite Quartal rechnet das größte deutsche Geldhaus mit einem Gewinn vor Steuern von 700 Millionen Euro. Analysten hatten im Schnitt nicht einmal mit der Hälfte gerechnet. Unter dem Strich soll ein Gewinn von 400 Millionen Euro übrig bleiben. Die Beobachter hatten nur rund 160 Millionen geschätzt. Allerdings hatte das Frankfurter Institut lediglich vorläufige Zahlen gemeldet. Die endgültigen Quartalszahlen gibt die Bank nächste Woche bekannt.

Der gebeutelte Aktienkurs kletterte daraufhin in der Spitze um mehr als neun Prozent und überschritt wieder die Marke von zehn Euro. Diese hatte das Papier vor einigen Wochen nach unten durchbrochen. Die guten Zahlen begründet das Institut mit einer rascheren Senkung der Kosten bei besser als erwarteten Erträgen. Die Erfolgsmeldung dürfte dem neuen Vorstandschef Christian Sewing Rückenwind zumindest eine kleine Atempause verschaffen. Inwieweit die Erfolge aber tatsächlich schon auf den Tatendrang des erst im April gegen John Cryan eingewechselten Bankchefs gehen, ist offen. (ert)