Während in Frankreich pro Jahr durchschnittlich 123 Arbeitstage je 1.000 Arbeitnehmer durch Arbeitskämpfe verloren gingen, waren es in Deutschland sieben und in Japan 0,2 Tage, wie das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln auf seiner Website berichtet. Zu den streikfreudigsten Ländern gehören neben Frankreich noch Dänemark mit 118, Kanada mit 87 und Belgien mit 79 Ausfalltagen. Für bekanntermaßen streiklustige Länder wie Italien und Griechenland liegen keine verlässlichen Daten vor.

Das untere Mittelfeld umfasst Länder mit 40 bis 59 Ausfalltagen. Hierzu zählen Spanien, Norwegen und Finnland. Zum oberen Mittelfeld gehören Irland, das Vereinigte Königreich, Portugal und Australien. In diesen Ländern fielen zwischen 14 und 32 Tage aus. Interessant ist, dass die Liste der Länder, in denen Arbeitsniederlegungen seltensind, recht lang ist. Weniger als zehn Tage gingen in Neuseeland (9), den Niederlanden (8), Deutschland (7), den USA (6), Polen, Schweden, Ungarn (jeweils 5), Österreich (2), der Schweiz (1) verloren. In Japan und in der Slowakei ging es fast gänzlich konfliktfrei zu. (mb)