Das Niedrigzins-Umfeld und der verstärkte Trend zum Online-Banking haben bei den Banken in der Europäischen Union im vergangenen Jahr zum Abbau von rund 50.000 Arbeitsplätzen geführt. Zudem seien 9.100 Filialen geschlossen worden, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine Mitteilung der Europäischen Bankenvereinigung. Damit seien in der Branche EU-weit nur noch 2,8 Millionen Menschen beschäftigt, so wenige wie seit 1997 nicht mehr.

Zum Jahreswechsel habe es noch 189.000 Filialen gegeben, erklärte die Vereinigung. Dabei habe sich die Zahl der Schließungen zuletzt erhöht. 2015 wurden drei Prozent der Niederlassungen dichtgemacht, 2016 waren es bereits etwa 4,6 Prozent. Insgesamt hätten die Geldhäuser seit 2008 jede fünfte Filiale geschlossen.