Seit Beginn der Finanzkrise wurden Banken weltweit wegen zweifelhafter Geschäfte zur Verantwortung gezogen und mussten nicht selten tief in die Taschen greifen. Die Beratungsgesellschaft Boston Consulting Group hat errechnet, dass sich die verhängten Bußgelder und freiwilligen Zahlungen der Geldinstitute auf rund 321 Milliarden US-Dollar summieren – umgerechnet sind das etwa 272 Milliarden Euro. Mit berücksichtigt hat die Beratungsgesellschaft aber auch Geldwäsche-Delikte und Verstöße gegen das amerikanische Recht. Demnach haben europäische Banken bislang 118 Milliarden US-Dollar auf den Tisch gelegt, bei den amerikanischen Geldhäusern waren es 204 Milliarden US-Dollar. Die Financial Times hat wiederum die Bußgelder, die allein in den Vereinigten Staaten verhängt wurden, ermittelt. Das Blatt kommt dabei auf 150 Milliarden US-Dollar, wovon allein die Bank of America mehr als ein Drittel aufbringen musste. (cf)