Als Vorbereitung auf neue Regulierungen, die Interessenskonflikte im Markt für Investment-Informationen vermeiden sollen, werden Vermögensverwalter in Europa und den USA ihre Research-Budgets voraussichtlich um mehr als 300 Millionen US-Dollar kürzen. Das ergab eine Umfrage unter 99 Fondsmanagern und Händlern, die von der Beratungsgesellschaft Greenwich Associates durchgeführt wurde und die Veränderungen einschätzt, die im kommenden Jahr auf den mehrere Milliarden Dollar schweren Markt für Investment Research zukommen.

Die Mifid-II-Verordnungen der Europäischen Union verpflichten Vermögensverwalter, ab 2018 Handelsprovisionen von Zahlungen für Investment Research zu trennen. Sie werden in Summe eine "eindeutig negative" Auswirkung auf das Volumen der für Beratungsdienstleistungen und Analysen ausgegebenen Provisionsgelder haben, schreibt die Gesellschaft aus Stamford in Connecticut in einer am Dienstag veröffentlichten Studie. Zwar werden die Budget-Kürzungen bei einzelnen Vermögensverwaltern "relativ moderat" ausfallen. Jedoch befürchten Research-Anbieter durchgängig, dass das neue Gesetz zu einem "erheblichen Rückgang" der Ausgaben auf der Buy-Side führen wird. (mb/Bloomberg)