Derzeit tüfteln 699 Start-ups aus dem Finanzbereich in Deutschland an ihren Geschäftsideen. Die Geschwindigkeit, in der die Fintech-Branche in Deutschland wächst, hat damit deutlich abgenommen. So wurden 2017 laut der aktuellen Comdirect-Fintech-Studie bisher nur 30 Neugründungen registriert. Im Vorjahr gingen noch 141 Start-ups an den Markt – das sind fast drei neue Start-ups pro Woche. 2015 waren es mit 170 noch einmal deutlich mehr. Die vergleichsweise geringe Zahl hängt damit zusammen, dass viele Gründer aus Angst vor Nachahmern erst spät an die Öffentlichkeit gehen, stellt Comdirect in der Studie fest. Eine endgültige Bewertung für 2017 sei daher erst im kommenden Jahr möglich. Dennoch zeichnet sich bereits ein erneuter Rückgang der Neugründungen ab: Im Vorjahr wurden zum selben Zeitpunkt bereits 49 neue Fintechs registriert.

Über Geldflüsse brauchen sich die jungen Unternehmer übrigens keine Sorgen zu machen: 579 Millionen Euro konnten sie in den ersten neun Monaten des Jahres einsammeln. Damit liegt die Höhe des Venture Capitals bereits jetzt fast auf dem Niveau des gesamten Vorjahres, als die Fintechs 624 Millionen Euro einsammelten. (cf)