Die Bankenrettungen werden für den deutschen Steuerzahler zwar weniger teuer, bleiben aber ein Milliardengrab, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). Am Mittwoch veröffentlichte der staatliche Bankenrettungsfonds (Soffin) seine Zahlen für 2017. Die Verluste, die sich im Zuge der Finanzkrise vor rund einem Jahrzehnt angehäuft haben, belaufen sich demnach auf 21 Milliarden Euro. Das bedeutet einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr. 2016 hatten die staatlichen Verluste aus den Bankenrettungen, beispielsweise für die Hypo Real Estate (HRE) oder die Commerzbank, noch 22,5 Milliarden Euro betragen. Der Soffin, der mittlerweile unter dem Dach der Finanzagentur des Bundes angesiedelt ist, erzielte im vergangenen Jahr einen Gewinn von 1,47 Milliarden Euro. Begründet wird das Jahresergebnis im Wesentlichen mit der Bewertung der Anteile an der Commerzbank (15 Prozent) sowie der Auflösung einer Rückstellung für die HRE-Abwicklungsanstalt FMS.