Kaum zu glauben, aber das desaströse Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM in Russland hat auch einen positiven Nebeneffekt. Das entscheidende dritte Gruppenspiel des (immer noch amtierenden) Weltmeisters gegen Südkorea am Mittwoch ab 16 Uhr kostete die deutsche Wirtschaft Schätzungen zufolge zwischen 130 und 200 Millionen Euro. Die Ökonomen des (arbeitgebernahen) Instituts der deutschen Wirtschaft gehen davon aus, dass rund 30 Prozent der Arbeitnehmer zu dieser Zeit arbeiten, wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe berichteten. Wenn jeder Zweite von ihnen das frühe Nachmittagsspiel geschaut hat und dabei im Durchschnitt eine Stunde Arbeit ohne Nacharbeiten wegfällt, entstehen der Wirtschaft die vom IW geschätzten Kosten von bis zu 200 Millionen Euro. Da ein mögliches Achtel- und Viertelfinale mit deutscher Beteiligung ebenfalls um 16 Uhr angepfiffen worden wäre, hätte das höchstwahrscheinlich noch mehr Arbeitnehmer von der Arbeit abgehalten respektive abgelenkt. Das bleibt der deutschen Wirtschaft nun erspart.