Im Juni hat die amerikanische Zentralbank (Fed) zum nunmehr siebten Mal in diesem Zyklus den Leitzins angehoben. Damit steht die Fed Funds Rate jetzt bei zwei Prozent. "Ist das nun tief oder hoch?", fragen die Beobachter des Fondsanbieters DWS. Eine Möglichkeit, um dies zu beurteilen, sei der Vergleich mit der Inflationsrate. Unter Verwendung der Kerninflationsrate, die aktuell bei 2,2 Prozent steht, errechnet sich ein immer noch negativer realer Leitzins von -0,25 Prozent. In früheren Zyklen fand der Anstieg der realen Fed Funds Rate seinen Höhepunkt Ende der 80er Jahre bei fünf Prozent, zur Jahrtausendwende bei 4 und vor der Finanzkrise bei drei Prozent. Aus dieser Perspektive sind die bisherigen Zinserhöhungen relativ moderat ausgefallen, meint Josh Feinman, Chief Global Economist bei der DWS. (mb)