Allan Polack (59), Vorstandschef von PFA Pension in Kopenhagen, hat die Nase voll. So meinte er kürzlich gegenüber Bloomberg, sich auf externe Manager bei alternativen Anlagen zu verlassen, sei einfach zu teuer. Zudem seien einige externe Manager zu fordernd geworden.  Pollack ist nicht der Erste, der die hohen Kosten und enttäuschenden Investmentresultate externer Manager rügt. 

Die Pensionseinheit der Danske Bank unter Leitung von Chief Investment Officer Anders Svennesen wird den Einsatz von Hegdefonds einschränken. Beide Männer stehen für ein Pensionssystem, das als das beste der Welt in Bezug auf Managementqualität und Deckungsgrad der Verpflichtungen im Ländervergleich gilt. Versicherer und Pensionsfonds sind die größte Gruppe unter den institutionellen Fondsanlegern, wie aus Daten der EFAMA (European Fund and Asset Management Association) hervorgeht. 2017 standen sie in Euroland für 37 Prozent der Kapitalanlagen in Investmentfonds. 

Im Mai letzten Jahres ließen einige der größten skandinavischen Private-Equity-Häuser mit der Aussage aufhorchen, sie würden nach wie vor mit institutionellem Kapital regelrecht geflutet werden, da viele Institutionelle ihre Erträge verbessern möchten. Thomas von Koch, Managing Partner bei EQT, sagte damals, dass die Kapitalaufbringung in seiner Branche ein exorbitant hohes Niveau erreicht habe, und warnte davor, dass sich die Dinge schnell ändern könnten. 

Alternatives werden Richtung 30 Prozent ausgebaut
Ungefähr 23 Prozent der 113 Milliarden US-Dollar an Kapitalanlagen der PFA sind in Alternativen Anlagen wie Windparks und Infrastruktur investiert. Polack möchte Richtung 30 Protent Allokation marschieren und dabei die Erträge des Hauses steigern. Jedermann wisse doc, so Polack, das man Anleihen als Assetklasse nicht wirklich mehr einsetzen könne. Schließlich könne man heute keine Pensionszahlungen mit Rentenanlagen bewerkstelligen. Angesichts der änamischen Renditen müsse man verstärkt in Richtung anderer Assetklassen gehen. Die Renditen im zweiten Quartal würden zeigen, dass die meisten Gesellschaften gut verdienten und optimistisch seien, deswegen bleibe man engagiert. Vorsichtiger sei man bei Fixed Income, das man zugunsten alternativer Anlagen reduziere. 

PFA möchte Immobilienquote deutlich ausbauen
Der Pensionsfonds hat sein bislang größtes Investment im August getätigt, indem man mehr als eine Milliarde US-Dollar zusätzlich in deutsche Immobilien steckte, Das Immobilienportfolio ist nun mehr als neun Milliarden US-Dollar schwer. Bis 2022 will man hier signifikant ausbauen. 

PFA Pensions habe in den letzten drei Jahren seine Expertise bei alternativen Anlagen ausgebaut, um die Internalisierung des Management stemmen zu können, sagte Polack. Natürlich seien die Renditen auch dort zurückgekommen, doch habe man eine gut gefüllte Pipeline an geplanten Akquisitionen, deren Renditen noch auskömmlich wären. (kb)