Die Erste-Sparinvest hat mit dem Erste Ethik Aktien Global den ersten Fonds aufgelegt, der die Kriterien der "Richtlinien Ethische Geldanlage" von der Österreichischen Bischofskonferenz berücksichtigt. Die Richtlinien legen fest, wie ein Investment aus katholischer Sicht beschaffen sein muss. Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung seinen dabei die Hauptfelder, erklärt der Asset Manager in einer Pressemitteilung. Ausschlusskriterien sollen zugleich verhindern, dass eine Investition nahe oder unmittelbar an einem abzulehnenden Handeln mitwirkt. Ziel ist es, Unternehmen und Projekte zu fördern, die ethisch als überdurchschnittlich wertvoll betrachtet werden können.

Mit dem Fondsneuling will die Erste-Sparinvest kirchlichen Institutionen, Ordenskongregationen oder Stiften eine effiziente Lösung für Veranlagungen in Aktien zur Verfügung stellen, die sich an den Vorgaben der Österreichischen Bischofskonferenz orientiert. Aber auch Privatanleger können an den Anlageprinzipien der Kirche teilhaben.

Eigener Ethik-Beirat geplant
Um die Richtlinien umzusetzen, werden Nachhaltigkeitsanalysten und Aktienfondsmanager der Erste-Sparinvest die Vorgaben der Bischofskonferenz in ihren Nachhaltigkeitsprozess einfließen lassen. Um größtmögliche Transparenz im Veranlagungsprozess sicherzustellen, soll zukünftig ein Ethikbeirat als beratendes Gremium eingesetzt werden. Der Beirat soll aus Kirchenvertretern und Fachleuten nachhaltiger Geldanlage bestehen und zumindest einmal jährlich tagen. Durch diesen Schritt soll laut der Erste-Sparinvest sichergestellt werden, dass etwaige Widersprüche in der Einschätzung von Unternehmen thematisiert werden.

Der Erste Ethik Aktien Global befindet sich aktuell noch in Zeichnung und soll Anfang Juli mit dem ersten Rechenwert starten. (cf)