Die Deutsche Bank hat die begleitenden Banken für den im kommenden Jahr geplanten Börsengang ihrer Fondssparte ausgewählt. Die voraussichtlich rund zwei Milliarden schwere Erstemission der Deutschen Asset Management wird die Mutter selbst als Konsortialführerin leiten, berichten die Nachrichtenagenturen Reuters und Blooberg übereinstimmend. Sie berufen sich dabei auf Insider. Als sogenannte Senior Bookrunner wurden die britische Barclays, die US-Großbank Citigroup und die Schweizer Credit Suisse ausgewählt. Junior Bookrunner werden dem Bericht zufolge BNP Paribas aus Frankreich, Unicredit aus Italien, die Schweizer UBS, die US-Investmentbank Morgan Stanley und die ING aus den Niederlanden.

Zwei klangvolle Namen tauchen jedoch in dieser Liste nicht auf: die von Goldman Sachs und J.P. Morgan. Die US-Investmentbanken zählen häufig zu den Begleitern von großen Börsengängen. J.P. Morgan hatte 2012 selbst für Teile der Vermögensverwaltung der Deutschen Bank geboten. Letztlich war der Deal aber gescheitert. Die beide Banken hätten sich in dem Auswahlverfahren nicht gegen die anderen Bewerber durchsetzen können, zitiert Reuters einen Insider. Die Auswahl vorwiegend europäischer Banken spricht Beobachtern zufolge dafür, dass die Bank vor allem unter Investoren des Kontinents Interesse erwartet.

Trennung von der Mutter noch im Gange
"Die Entscheidung für diese Banken ist bereits gefallen, mit ihnen gemeinsam werden wir den Börsengang durchführen", sagte der Insider. Die Deutsche Bank wollte Bloomberg gegenüber die Information nicht kommentieren. Das Institut verwies lediglich darauf, dass das begleitende Bankenkonsortium genannt werde, wenn der Gang aus Parkett offiziell eingeleitet werde. Bei einem Börsengang vermarkten die begleitenden Banken die neuen Aktien und führen das Orderbuch. Zudem beraten Sie den Parkett-Aspiranten in juristischen und organisatorischen Fragen.


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Die Deutsche Bank ist Reuters zufolge immer noch damit beschäftigt, die Vermögensverwaltung vom restlichen Konzern technisch und rechtlich abzutrennen. Ob die Trennung vom Mutterkonzern bis Jahresende komplett vollzogen werden kann, konnte der Insider nicht sagen.

Allerdings könne mit hoher Wahrscheinlichkeit bald das neue Führungsteam der Sparte bekanntgegeben werden, sagte der Insider. Chef der Vermögensverwaltung ist der 52 Jahre alte Franzose Nicolas Moreau, der auch Mitglied des Gesamtvorstands des Frankfurter Bankkonzerns ist. (ert)