Der Bescheid erging gestern an Gruze. Darin wird die hohe Strafe wegen irreführender Werbung und wegen eines fehlenden Prospekthinweises gemäß § 16 Z 3 iVm § 4 KMG für eine Unternehmensanleihe verhängt. Konkret geht es um die Unternehmensanleihe 1-2017 mit Fälligkeit 2020 (ISIN AT0000A1W4Q5 - bis zu EUR 5 Millionen). Die Verzinsung lag bei hohen 5,25 Prozent. Die FMA hatte unter anderem moniert, dass Anleger nicht ausreichend auf die Risiken hingewiesen werden, die durch die schwächelnde Wienwert-Holding – Mutter der AG – entstehen.

Gruze, der mit der Kritik der FMA stets offen umgegangen war, wird den Spruch in Teilen bekämpfen. Wienwert anerkennt zwar, dass in Werbemitteln wie Internet, Banner- oder Radiowerbung der Hinweis fehlte, dass ein Prospekt veröffentlicht wurde und wo Anleger diesen erhalten können.

"Sehen keine irreführende Werbung"
Bekämpft wird aber der Vorwurf der irreführenden Werbung und die Höhe der von der FMA verhängten Verwaltungsstrafe, wie Gruze mitteilt: "Eine irreführende Werbung im Zusammenhang mit dem öffentlichen Angebot der Wienwert-Unternehmensanleihe 1- 2017 liegt nach Ansicht von Wienwert AG keinesfalls vor."

Einen Vorwurf hat die FMA laut Wienwert fallen lassen: nämlich jenen, wonach der Ablauf der Zeichnungsfrist für die Anleihe irreführend beworben worden sei. (eml)