Der Wiener Kreditvermittler "Cashpresso" verspricht einen Dispokredit in nur zehn Minuten und konnte mit diesem Angebot laut eigenen Angaben bereits über 10.000 Kunden in Deutschland und Österreich überzeugen. Kritik am Angebot gab es in der Vergangenheit allerdings bereits von Seite der Arbeiterkammer. Die Konsumentenschützer befürchten, dass das als unkompliziert verkaufte Angebot für junge Menschen ein erster Schritt in die Schuldenfalle sein kann.

Nun möchte das Unternehmen mit Produkterweiterungen zusätzliche Zielgruppen anzusprechen. Kapital dafür stellen die bestehenden Investoren sowie mit Hevella Capital ein neuer Investor zu Verfügung. Insgesamt 3,5 Millionen Euro konnte das Start-up im Zuge der aktuellen Finanzierungsrunde einsammeln. 

Plug-ins für Shopsysteme
Erklärtes Ziel von Cashpresso ist es, den digitalen Kreditrahmen direkt oder über Bankenkooperationen weiter zu verbreiten und zu erhöhen und zudem das E-Commerce-Geschäft weiter auszubauen. Um die Integration der Ratenzahlung zu forcieren, hat cashpresso in diesem Jahr bereits in Plug-ins für Shopsysteme wie Magento, Woo Commerce, Presta Shop, Shopware und Drupal sowie in eine hauseigene API investiert. 

Cashpresso-Kreditkarte
Abseits der E-Commerce-Strategie dient das Investment dazu, mehrere Produktentwicklungen auf den Markt zu bringen und zu etablieren. Von der Cashpresso-Kreditkarte als Add-on zur Finanzierung von Offline-Einkäufen, über einen Käuferschutz als zusätzliche Sicherheit bis hin zu höheren Finanzierungssummen stehen in nächster Zeit zahlreiche Weiterentwicklungen auf dem Programm. (gp)