Die Schweizer Migros-Bank schafft Bonuszahlungen ab dem Geschäftsjahr 2019, berichtet die "Neue Zürcher Zeitung" (NZZ). Das Institut hält Boni nach eigenen Angaben für nicht mehr zeitgemäß. Bisher bekamen Mitglieder der Geschäftsleitung – mit Ausnahme des Präsidenten – sowie Direktions- und Kadermitarbeiter statt eines 13. Monatsgehalts bei guten Leistungen bis zu 20 Prozent des Jahresgehalts als Bonus oben drauf.

Unternehmenserfolg hängt heute vom Zusammenspiel vieler Akteure ab, begründet die Migros-Bank ihren Schritt. Bonuszahlungen bergen die Gefahr, dass Mitarbeiter den Blick für das große Ganze verlieren. Ähnlich argumentiert die Commerzbank, die ab kommendem Januar nur noch in Ausnahmefällen individuelle Boni ausgibt. Das Geldhaus will stattdessen Gruppenleistungen stärker belohnen.

Keine Sparmaßnahme
Die Migros-Bank hat angekündigt, das Fixgehalt der betroffenen Mitarbeiter einmalig erhöhen, um Bonusausfälle durch die Umstellung auszugleichen. Wie hoch diese Erhöhung ausfällt, will das Institut individuell festlegen. Es gehe beim Streichen der Boni nicht darum, zu sparen, betont die Bank. (fp)