Im Juni legen die Volksbanken und Sparkassen ihre Bezahl-Apps für das Smartphone unter dem Namen "Kwitt" zusammen. Das teilen der Verband der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) und der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) mit. Damit werden die Bezahlsystem beider Bankgruppen, die Ende 2016 starteten und bereits seit Februar miteinander vernetzt sind, nun vollständig verschmolzen.

"Mit dem einheitlichen Markennamen Kwitt erleichtern wir den Kunden den Überblick über die Bezahlmöglichkeiten im Markt, indem wir ein offenes System zur Verfügung stellen", sagt Andreas Martin, Vorstandsmitglied beim BVR. Weitere Ausbauschritte der Smartphone-Bezahllösung seien bereits geplant. So sind beide Geldinstitute grundsätzlich offen für Kooperationen mit weiteren Handy-Bezahlverfahren, heißt es. Dabei sei sowohl eine Zusammenarbeit mit der Kreditwirtschaft möglich also auch mit bankunabhängigen Anbietern. Ein Ziel sei, dass mittelfristig auch Kunden anderer Anbieter "Kwitt" mitnutzen könnten. 

Kwitt-Verfahren ähnlich einfach wie SMS-Versand
Onlinebanking-Kunden der teilnehmenden Volksbanken, Raiffeisenbanken und Sparkassen, die eine Banking-App installiert haben, können bereits heute den neuen Bezahlservice nutzen. Sie müssen lediglich den Kwitt-Dienst in der App aktivieren. Bezahlen per Kwitt ist dann mit einem SMS-Versand vergleichbar: Der Empfänger des Geldes wird in der Kontaktliste des Smartphones angeklickt, danach der Betrag erfasst und der Senden-Button aktiviert. Optional kann die Zahlung um eine Chatnachricht oder auch um ein Foto ergänzt werden. (fp)