Das US-Repräsentantenhaus hat den Weg für eine Lockerung der Bankenvorschriften in den USA frei gemacht. Das berichtet unter anderem tagesschau.de. Zuvor hatte bereits der Senat für eine Rücknahme wesentlicher Teile des sogenannten Dodd-Frank-Acts gestimmt. Dieser war in Reaktion auf die vorerst letzte große Finanzkrise vor zehn Jahren eingeführt worden und hatte eine deutlich stärkere Regulierung des Bankensektors gebracht. 

Das neue Gesetz muss nun nur noch von US-Präsident Donald Trump unterzeichnet werden  was keine größere Hürde bedeuetet. Die Beseitigung strenger Regulierungsvorschriften gehörte schließlich zu seinen Wahlversprechen. Durch die nun beschlossenen Änderungen am Dodd-Frank-Act könnten vor allem kleinere Banken und kommunale Kreditgeber, die unter den hohen Regulierungskosten ächzen, entlastet werden, heißt es unter Beobachtern.

Höhere Risiken für Verbraucher
Trump hatte die unter seinem Vorgänger Barack Obama eingeführten Leitplanken zu Wahlkampf-Zeiten als Desaster bezeichnet, weil diese den Banken die Vergabe von Krediten erschwerten. Befürworter des Dodd-Frank-Act warnen angesichts der bevorstehenden Lockerungen vor höheren Risiken für Verbraucher. Die Reform ist die erste wesentliche Änderung an dem Regulierungswerk, das im Jahr 2010 in Kraft trat. Damals mussten in Folge der Finanzkrise US-Banken mit Milliarden US-Dollar aus Steuergeldern vor dem Bankrott gerettet werden. (fp)