Mit einem Bündel an Maßnahmen will der ETF-Anbieter Lyxor seine Indexfonds-Produktpalette optimieren, um seine Stellung am Markt zu festigen und auszubauen. "Der stark wachsende ETF-Markt geht mit der Erschließung neuer Kundensegmente und veränderten Ansprüchen einher", sagt Arnaud Llinas, Head of ETF und Indexing bei Lyxor. "Darauf wollen wir mit diesen Maßnahmen reagieren." Neben der Umstellung auf SICAV-Fonds nimmt Lyxor auch Auflösungen von ETFs in Angriff. 

Lyxor hat bereits im September damit begonnen, bisher als FCPs (Fonds Commun de Placement) strukturierte ETFs in luxemburgische oder französische SICAVs zu überführen. Diese Produkte seien aus steuerlichen und bilanziellen Gründen um einiges unkomplizierter und würden daher vermehrt von Vermögensverwaltern nachgefragt werden, sagt Llinas. Auch sollen künftig Anteilsklassen von ETFs innerhalb der Hauptanteilsklassen zusammengelegt werden. Bisher hatte Lyxor für unterschiedliche Währungen verschiedene Anteilsklassen aufgelegt, die separat an verschiedenen Börsen notierten. Diese Maßnahme soll dazu beitragen, die Liquidität zu verbessern.

Unattraktive Fonds werden geschlossen
Zur Neustrukturierung der Produktpalette zählen auch diverse Produktschließungen. Dabei führt Lyxor solche ETFs nicht länger fort, die nach mindestens zwei Jahren kein ausreichendes Anlegerinteresse verzeichnen und ein verwaltetes Vermögen von weniger als zehn Millionen Euro aufweisen. Gegenwärtig sind elf Indexfonds betroffen. (fp)