Das Fondshaus Janus Henderson hat zum ersten Mal Geschäftszahlen für das fusionierte Unternehmen veröffentlicht. Demnach verzeichnete das Haus im zweiten Quartal einen geringeren Nettomittelabzug als zu Jahresbeginn. Zogen per Ende März noch sieben Milliarden Dollar ab, waren es per Ende Juni nur noch eine Milliarde. Das verwaltete Vermögen des vereinigten Hauses beziffert sich auf 345 Milliarden Dollar.

Das britische Fondshaus Henderson und der US-Anbieter Janus Capital, seines Zeichens Arbeitgeber des ehemaligen Pimco-Starmanagers Bill Gross, hatten im Oktober 2016 die Elefantenhochzeit angekündigt. Der Zusammenschluss soll Kosten einsparen und mehr Schlagkraft im Wettbewerb verleihen. Ende Mai 2017 war die Fusion vollzogen.

Gewinn sackt ab
Anleger hatten von beiden Häusern nach Bekanntgabe der Pläne Geld abgezogen. Während Henderson zuvor seit 2012 stets Geld einsammeln konnte, hatte Janus schon vor den Fusionsplänen eine Absatzflaute erlitten. Im ersten Halbjahr 2016 flossen aus den Häusern zusammengenommen 1,9 Milliarden Dollar ab. Nun scheint der Mittelschwund jedoch eingedämmt. Anleger fanden insbesondere an den Aktienfonds des Hauses wieder Gefallen.

Bei der Geschäftsentwicklung zeigt sich ein durchwachsenes Bild. So stiegen zwar die Erlöse im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent auf 614 Millionen Dollar. Dafür brach der operative Gewinn um zwölf Prozent auf 108 Millionen Dollar ein. Der Nettogewinn gab um 14 Prozent auf 84 Millionen Dollar nach. Rechnet man die Kosten für den Zusammenschluss heraus, bliebe ein operativer Gewinn von 200 Millionen und ein Reingewinn von 140 Millionen Dollar – allein für das zweite Quartal. (ert)