BNP Paribas habe die Machbarkeit einer Kombination von BNP Paribas Asset Management mit Axa Investment Managers untersucht, heißt es in einem Bloomberg-Bericht unter Berufung auf informierte Kreise. Der französische Versicherer hat die Asset-Management-Sparte auf den Prüfstand gestellt und seine Fühler zu Wettbewerbern ausgestreckt, darunter auch Natixis.

Noch keine Entscheidung gefallen
Axa IM steht unter wachsendem Konkurrenzdruck durch ETFs und Regulierungen, die eine Konsolidierung erforderlich machen könnten. Jede Transaktion könnte ein Vorläufer für einen eventuellen Börsengang oder Teilverkauf sein – es sei allerdings noch keine Entscheidung getroffen worden. Axa könne auch beschließen, die Asset-Managment-Sparte zu behalten, wie weiter verlautete. Axa und BNP lehnten eine Stellungnahme ab.

Ein Kauf von Axa IM durch Natixis könnte zwar "strategische Vorzüge" haben, diese Transaktion sei aber angesichts der Größe unwahrscheinlich, schreiben Analysten von JP Morgan in einer Einschätzung. Natixis habe sich auf kleinere Akquisitionen konzentriert, die auf ihren Bedarf in zielgerichteten Bereichen wie Aktien, alternative Anlagen und Schwellenmärkte zugeschnitten sind, so die Analysten.

Axa IM betreute laut eigenen Angaben per Ende Juni 735 Milliarden Euro. Die in Paris ansässige Gesellschaft erzielte 2016 Jahreseinnahmen von rund 1,2 Milliarden Euro (-3 % gegenüber dem Vorjahr). BNP Paribas Asset Managment verwaltete Ende 2016 etwa 416 Milliarden Euro. Das Anlagevolumen soll bis 2020 um fünf Prozent jährlich steigen. (mb/Bloomberg)