Das erste Halbjahr verlief nicht eben einfach für die Fondsbranche. Einerseits prognostizieren nach dem Rekordjahr 2017 immer mehr Investmentexperten ein Ende des Bullenmarktes. Andererseits sorgen politische Hiobsbotschaften wie der immer näher rückende Brexit, die bereits begonnenen ZInswende oder der eskalierende Handelskrieg der USA mit anderen Industrie- und nicht zuletzt Schwellenländern für Verunsicherung.

Wie tief die Sorgenfalten aufseiten der Fondsanleger sind, lässt sich gut aus der jüngsten Statistik der Vereinigung österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) ablesen: Demnach sank das verwaltete Vermögen der heimischen Portfolio-Anbieter im ersten Halbjahr um mehr als zwei auf 173,4 Milliarden Euro. Neun der 17 Häuser konnten ihre Assets in den vergangenen sechs Monaten dennoch steigern. Alle anderen beenden das erste Semester mit einem Minus.


Welche heimischen Fondsgesellschaften konnten beim verwalteten Vermögen in den letzten sechs Monaten zulegen? Und wer zverlor am meisten? Das finden unsere Leser in der Bilderstrecke oben heraus!


Dabei startete die Fondsbranche recht gut in das Jahr 2018: Im Januar flossen den heimischen Fonds noch netto 619 Millionen Euro zu. Im Jahresverlauf sanken die Nettozuflüsse aber kontinuierlich und drehten im April mit 206 Millionen Euro ins Minus. Der Juni sah dann mit einem Plus von 186 Millionen Euro wieder etwas besser aus. Geschuldet ist das Minus übrigens vor allem den Produkten, die sich an Retail-Kunden wenden: Über das ganze bisherige Jahr gerechnet spülte es 759 Millionen Euro aus der Produktgattung. (cf)