Der Münchner Maklerpool Jung, DMS & Cie. und die Lufthansa-Tochter Albatros Versicherungsdienste haben einen Vertrag über ein mindestens fünfjähriges Outsourcing der Abwicklung und Vermittlung von Finanzprodukten in Deutschland unterzeichnet. Der Vorstand des Finanzdienstleisters rechne mit einer "Ausweitung des Provisionsumsatzes bis zu 20 Millionen Euro per annum und einem signifikanten Ergebnisbeitrag ab dem Geschäftsjahr 2018", geht aus einer Ad-hoc-Mitteilung der börsennotierten JDC Group hervor.

Albatros zählt zu den größten Belegschaftsmaklern in Deutschland. Das Unternehmen berät nicht nur Mitarbeiter der Lufthansa in Absicherungsfragen, sondern unter anderem auch Angestellte der Konzerne Coca-Cola und Deutsche Post DHL. Albatros wird die Versicherungsverträge ihrer rund 150.000 Kunden zum Jahreswechsel komplett auf die Plattform von JDC übertragen sowie das gesamte Neugeschäft über die IT und Infrastruktur des Maklerpools abwickeln. Eine entsprechende Absichtserklärung hatten beide Parteien Anfang September unterzeichnet.

Vertrieb statt Administration
Damit könne Albatros die IT-Investitionen drastisch senken und die eigenen Ressourcen auf den Vertrieb statt auf die Administration konzentrieren. JDC laste im Gegenzug die bestehende Plattform besser aus und werde auf den hinzukommenden Umsatz eine überproportionale Marge erzielen, heißt es in der Mitteilung.

"Mit der Kooperation werden unsere Provisionsumsätze im Privatkundengeschäft deutlich wachsen und nach Kosten zu einem sehr relevanten, langfristig wiederkehrenden Ergebnisbeitrag führen", sagt Ralph Konrad, Finanzvorstand der JDC Group. (bm)