Die Trennung der IFA AG von ihrem langjährigen Vertriebspartner Wolfgang Stabauer läuft offenbar nicht so reibungslos wie von dem Linzer Immobilienunternehmen unlängst beteuert wurde. Zwar hieß es im April, dass es "keine Spannungen, sondern eine sachliche und konstruktive Basis" zwischen den Parteien gebe. Allerdings werden sich beide Seiten in Kürze vor Gericht treffen. Seit der Aufkündigung der Zusammenarbeit liegen Stabauer und die IFA wie berichtet im Clinch.

Nun hat Stabauer eine Klage gegen die IFA eingebracht und fordert nach Informationen von FONDS professionell ONLINE die Zahlung von mehreren zehntausend Euro. Auf Nachfrage begründet der Berater seine Forderung damit, dass ihm eine Abfindung seitens der IFA zustehe, weil er dem Unternehmen Investoren zugeführt habe, die bei der IFA weiterhin Geld anlegen können. Die IFA wollte auf Anfrage von FONDS professionell ONLINE keine Stellungnahme abgeben.

"Vertriebspartnerschaft war exklusiv und weisungsgebunden"
Im Kern geht es bei der Auseinandersetzung um die Frage, ob Stabauer ein Handelsvertreter der IFA war und deshalb eine Abfindung nach Paragraf 24 des Handelsvertretergesetzes verlangen kann. Die IFA bestreitet das und vertritt dem Vernehmen nach die Meinung, dass der ehemalige langjährige Vertriebspartner nur ein "Gelegenheitsvermittler“ gewesen sei. Stabauer behauptet unterdessen, dass er durch eine Exklusivitätsvereinbarung nur Bauherrenmodelle der IFA verkaufen durfte.

"Die Stabauer Dialog Consulting GmbH war sehr wohl in die Organisation der IFA eingebunden und dabei auch weisungsgebunden“, sagt Wolfgang Stabauer auf Nachfrage von FONDS professionell ONLINE. Weitere Details wolle er unter Verweis auf das laufende Verfahren nicht nennen, diese würden aber bei Gericht erörtert werden. Der erste Termin soll Ende September beim Landesgericht Linz stattfinden. (ae)