Die US-Fondsgesellschaft Invesco kauft den ebenfalls amerikanischen Anbieter Oppenheimer Funds. Dessen bisheriger Eigentümer, der Versicherer Massachusetts Mutual Life Insurance oder kurz "Mass Mutual", erhält dafür 15,5 Prozent der Anteile und wird damit zum größten Eigner von Invesco. Der Deal erreicht insgesamt ein Volumen von 5,7 Milliarden Dollar. Das verwaltete Vermögen der Gesellschaft aus Atlanta klettert durch den Kauf auf 1,2 Billionen Dollar.

Dies ist nunmehr die dritte Übernahme durch Invesco binnen kurzer Zeit. Im vergangenen Jahr schloss das Unternehmen den Kauf des ETF-Anbieters Source ab. Damit kamen 18 Milliarden Dollar an intern und acht Milliarden Dollar an extern verwaltetem Vermögen hinzu. Kurz darauf schnappte sich das Unternehmen noch das ETF-Geschäft von Guggenheim mit einem Volumen von 38 Milliarden Dollar. Oppenheimer wiederum bietet sowohl aktive Publikumsfonds als auch Smart-Beta-ETFs.

Ausgaben drücken
Invesco-Chef Marty Flanagan sagte in einer Telefonkonferenz mit Analysten und Journalisten, dass er durch die neuerliche Transaktion mit Kosteneinsparung in Höhe von insgesamt 475 Millionen Dollar, verteilt über die nächsten zwei Jahre, rechne. Allerdings würden bis zum Abschluss der Übernahme keine Fonds verschmolzen oder geschlossen, betonte der Vorstandsvorsitzende.


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Das vereinte Unternehmen habe eine breite Kundenbasis und decke sowohl passive wie auch aktive Ansätze ab. "Wir glauben, dass passive Produkte mit Ausrichtung auf bestimmte Faktoren, aus voller Überzeugung agierende aktive Manager ebenso wie Strategien auf alternative Anlagen eine Zukunft haben", führte Flanagan weiter aus.

Aktiv überlebt
Aufgrund des Wachstums günstiger Indexfonds geraten herkömmliche Manager immer stärker unter Zugzwang. So expandieren auch traditionelle Fondshäuser in das passive Geschäft. Zudem kommt es verstärkt zu Übernahmen und Zusammenschlüssen. "Aktives Management wird aber nicht verschwinden", zeigte sich Flanagan überzeugt. (ert)