Der chinesische Bankengigant ICBC und die Commerzbank arbeiten künftig in zahlreichen Geschäftsfeldern zusammen. Die Kooperation erstreckt sich auf Projekte entlang der neuen Seidenstraße. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). Ein entsprechendes Rahmenabkommen (Memorandum of Understanding) sei mit dem fernöstlichen Finanzinstitut bereits geschlossen worden.

Dem Bericht zufolge sollen die Projekte in den kommenden fünf Jahren mit fünf Milliarden US-Dollar unterstützt werden. Dabei geht es nicht nur um Kredite, sondern auch um Projektfinanzierungen, Kapitalmarktgeschäfte und Handelsfinanzierungen. "Wir sind das einzige deutsche Kreditinstitut, das eine solche Vereinbarung mit der ICBC abgeschlossen hat", zitiert die "FAZ" Nikolaus Giesbert, Bereichsvorstand der Commerzbank.

China ist wichtigster Handelspartner
Den Plan einer neuen Seidenstraße stellte Chinas Staatspräsident Xi Jinping im Jahr 2013 vor. Neue Verkehrswege durch mehr als 70 Länder sollen China besser mit dem Rest der Welt – und damit auch Deutschland – verbinden. So wird derzeit etwa die Eisenbahnstrecke von Zhengzhou in Zentralchina über Kasachstan, Russland, Weißrussland und Polen bis zum Hamburger Hafen ausgebaut. Schon heute ist China der wichtigste Handelspartner der Bundesrepublik. Anders als die Vereinigten Staaten erziele Deutschland mit China sogar einen Handelsüberschuss.