"Ich komme mir vor wie Huck Finn, der seiner eigenen Grabrede lauscht", twitterte Goldman-Sachs-Chef Lloyd Blankfein am Freitag in Anspielung auf den Mark-Twain-Klassiker "Die Abenteuer von Tom Sawyer und Huckleberry Finn". Darin werden die beiden jungen Protagonisten für tot gehalten und beobachten aus ihrem sicheren Versteck heraus heimlich ihre eigene Trauerfeier. Grund für den humorigen Tweet von Blankfein ist ein Bericht des "Wall Street Journal", wo vom Abschied des 63-Jährigen Ende 2018 nach zwölf Jahren an der Spitze der US-Investmentbank die Rede ist.

Mit seinen beiden Stellvertretern Harvey Schwartz und David Solomon wurden sogar schon potenzielle Nachfolger genannt. Zumindest der Erstgenannte aber fällt aus: Solomon wird demnächst alleiniger Präsident von Goldman Sachs sein. Harvey Schwartz werde sich im April als Präsident zurückziehen, teilte die US-Investmentbank am Montag mit.

An der Wall Street gab die Goldman-Aktie nach dem Bericht über Blanfeins bevorstehenden Weggang einen Teil ihrer Kursgewinne ab. "Das ist die Ankündigung des Wall Street Journal und nicht meine", reagierte Blankfein daraufhin abermals auf Twitter. Eine Sprecherin des New Yorker Geldhauses wollte den Bericht nicht kommentieren. (mb)