Nun hat das Kind einen Namen: Die Deutsche Börse tauft ihr neues Segment für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) "Scale". Der Name wurde in einem Wettbewerb ausgewählt, zu dem der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Börse, Carsten Kengeter, die Öffentlichkeit im November 2016 aufgerufen hatte. Rund 550 Vorschläge wurden eingereicht.

"Scale definiert klar unser Ziel, das bestehende Ökosystem für Unternehmensfinanzierungen auszubauen", begründete Kengeter das Ergebnis. "Scalen" gilt im Silicon Valley als Synonym für "schnell wachsen".

Mit dem neuen Segment will die Deutsche Börse kleinen und mittelgroßen Unternehmen einen besseren Zugang zu Wachstumskapital verschaffen. Zur Zielgruppe gehören KMU mit erprobten Geschäftsmodellen, die sich auch bei Investoren bereits bewährt haben. Von Anfang an dabei sein will beispielsweise der Fondsanbieter Ökoworld.

Index soll das neue Segment sichtbar machen
Um in das neue Segment aufgenommen zu werden, sind unter anderem Mindestgrößen in Bezug auf bestimmte Unternehmenskennzahlen zu erfüllen. Zudem müssen die Kandidaten mit einem Capital Market Partner der Deutschen Börse zusammenarbeiten. Dieser prüft, ob sie für eine Aufnahme in Scale geeignet sind und betreut die Unternehmen auch nach dem Börsengang. Ein Index soll die Sichtbarkeit des neuen Segments erhöhen.

Scale wird ab dem 1. März an den Entry Standard ersetzen. Von etwa 40 der dort bislang rund 140 notierten Unternehmen werde erwartet, dass sie sich um eine Zulassung zum neuen Segment bewerben, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ). Darüber hinaus hoffe man, dass von der Plattform "Deutsche Börse Venture Network" Firmen den Sprung an die Börse und in das neue Segment wagen. Auf der Plattform werden junge Wachstumsfirmen mit Investoren zusammengebracht. Derzeit sind dort 120 Unternehmen und gut 210 Investoren registriert. (am)