Der US-Vermögensverwalter Blackrock löst den britischen Staat als größten Aktionär der Großbank Lloyds ab. Dies berichtet die Nachrichtenagentur dpa-AFX. Die britische Regierung habe sich von weiteren Aktien der Bank getrennt und verfüge nun noch über einen Anteil von 5,95 Prozent, teilte Lloyds am Montag in London mit. Blackrock hält einen Anteil von 6,32 Prozent.

Großbritannien hatte die Bank während der Finanzkrise mit einer Kapitalspritze von 20,5 Milliarden britischen Pfund (23,4 Milliarden Euro) gerettet. Nach Angaben von Lloyds hat das Finanzministerium seitdem rund 18 Milliarden Pfund (20,6 Milliarden Euro) durch Aktienverkäufe und Dividenden zurückbekommen. Die verbliebenen Staatsanteile, die der britische Finanzminister Philip Hammond noch in diesem Jahr verkaufen will, haben einen Marktwert von 2,8 Milliarden Pfund (3,2 Milliarden Euro).

Meilenstein für Lloyds
"Die heutige Nachricht, dass die britische Regierung nicht mehr unser größter Aktionär ist, ist ein Meilenstein auf dem Weg der Lloyds Banking Group zurück in die komplette private Eigentümerschaft", sagte Lloyds-Chef Antonio Horta-Osorio. (am)