Im Herbst des Vorjahres kündigte die Bawag PSK rund um ihren Börsegang die Vertriebskooperation mit der Post AG auf. Nun läuft der Auszug aus den 450 gemeinsam mit der Post betriebenen Standorten auf Hochtouren. Am Ende würden der Bawag dann nur noch 75 eigene Filialen bleiben. Das ist der Bank dann langfristig doch zu wenig. Laut einem Bericht des Kuriers will man nun 25 eigene Filialen neu aufbauen.

Und auch im aktuellen Halbjahresbericht des Instituts erklärt Bawag-Chef Anas Abuzaakouk: "Wir haben bereits eine gezielte Verlagerung von Kunden in Richtung unseres zukünftigen Filialnetzes eingeleitet, eine Pipeline von möglichen Standorten für neue Filialen aufgebaut und werden weiterhin nach Bedarf neue Berater ergänzen." Die erste neue Filiale soll bereits im Oktober in Mödling eröffnet werden. Insgesamt will man künftig rund 100 Standorte in Österreich betreiben. Zudem sollen alle Filiale neu gestaltet und modernisiert werden. 

Dabei berichtet die Bank, dass sich in der ersten Jahreshälfte 2018 die signifikante Verschiebung der Transaktionen vom Schalter zu Online und Selbstbedienungsgeräten fortgesetzt hat. Während die Gesamtzahl der Transaktionen gegenüber der ersten Jahreshälfte 2017 annähernd gleich blieb, verzeichnete die Bawag PSK bei den am Schalter getätigten Transaktionen, die mittlerweile nur noch zehn Prozent der Gesamtzahl ausmachen, einen Rückgang um 19 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017.

"Robuste Pipeline von Möglichkeiten"
Die Bawag Group hat für das erste Halbjahr 2018 jedenfalls einen starken Periodengewinn vor Steuern von 269 Millionen Euro  bekannt gegeben, dies ist ein Anstieg von neuen Prozent gegenüber dem Vorjahr, getrieben durch höhere operative Erträge. Insofern sieht man sich für mögliche neue Zukäufe gerüstet. So erklärt Abuzaakouk weiter: "Mit Blick auf mögliche Übernahmen sehen wir weiterhin eine robuste Pipeline von Möglichkeiten, werden aber diszipliniert unseren Leitlinien hinsichtlich strategischer Eignung und Wertschaffung folgen." (gp)