Auch die dritte Runde im Kampf um einen neuen Banken-Kollektivvertrag hat mit einer Unterbrechung der Verhandlungen geendet. Die Vertreter der Arbeitnehmer forderten unverändert eine 3,75-prozentige Gehaltserhöhung und die Einführung von zusätzlichen Urlaubstagen. "Es ist für uns unverständlich und inakzeptabel, dass die Arbeitgeber bislang nicht auf unsere Forderungen eingegangen sind. Die Wirtschaft boomt und die Branchendaten sind seit vielen Jahren erstmals wieder sehr gut", so Wolfgang Pischinger, der Verhandlungsleiter der Gewerkschaft.

"Gewerkschafts-Forderungen weit überzogen"
Die Arbeitgeber bezeichnen die Gewerkschafts-Forderungen hingegen als weit überzogen und nicht realistisch. "In Summe entspricht das vorliegende Forderungspaket einer Gehaltssteigerung von mehr als fünf Prozent und das bei einer Inflationsrate von 2,1 Prozent", betont Markus Posch, Leiter des Arbeitgeberverhandlungsteams. "Was die Arbeitnehmervertreter fordern ist ein Abschluss auf Kosten der Zukunft. Mit dieser Forderung könne die heimische Kreditwirtschaft dem steigenden Wettbewerbsdruck nicht begegnen. Dies bringe heimische Arbeitsplätze in Gefahr", so Posch weiter.

Das Angebot der Banken  sieht nun eine Steigerung der Schemagehälter von durchschnittlich 2,2 Prozent (1,9 Prozent plus 8,50 €) vor. Zusätzlich soll es eine Einmalzahlung von 100 Euro geben, die man seitens der Arbeitgeber als Anerkennung für die gute Ergebnislage des letzten Jahres sieht. Für den 21. März wurde ein weiterer Verhandlungstermin fixiert. (gp)