Die derzeit immer noch in der Gründung befindliche Bank für Gemeinwohl will nun eine eigenen Crowdfunding-Plattform etablieren. Das Besondere an der neuen Plattform der BfG-Genossenschaft ist die Gemeinwohl-Prüfung der Projekteinreichungen.

Finanziert werden sollen ausschließlich nachhaltige sowie gesellschaftlich wirksame Projekte und Unternehmungen, wie etwa Ökologische Landwirtschaft und Bio-Ernährung, Erneuerbare Energien und Mobilität, Sozialprojekte, Bildungs- und Kulturprojekte, Wohnprojekte sowie nachhaltiges Bauen. Die eingereichten Projekte werden in einem mehrstufigen Prozess von den BfG-Experten auf Gemeinwohl-Orientierung und Machbarkeit geprüft. Danach werden sie zur Finanzierung an die Crowd übergeben. Die Einreichung erfolgt über die BfG-Homepage (www.mitgruenden.at). Ab Frühling 2017 wird mit der Freigabe zur Crowdfinanzierung für positiv beurteilte Projekte und Unternehmungen gerechnet. 

Völlig neuartige Plattform
"Unsere Crowdfunding-Plattform ist völlig neuartig, erstens durch ihren Gemeinwohl-Charakter, zweitens durch die Einbeziehung der Expertise unserer Genossenschafts-Community im Rahmen der Gemeinwohlprüfung", so BfG-Crowdfunding Koordinator Ronald Hechenberger. Der nunmehrige Aufruf zur Einreichung wendet sich an Vereine, NPOs, Social Entrepreneurs, Gründern sowie an kleine und mittlere Unternehmen, die für 2017 einen konkreten Finanzierungsbedarf haben. "Wir rufen hiermit die innovativen Köpfe Österreichs auf, ihre nachhaltigen Projekte bei uns einzureichen. Das ist die Stunde  der Gemeinwohlpioniere", bekräftigt BfG-Vorstand Peter Zimmerl. 

Bisher 3,3 Millionen Euro an Kapital eingesammelt
Auch das Projekt der Bank für Gemeinwohl selbst kommt seiner Realisierung langsam näher. Erst im August 2016 hat sich die deutsche GLS-Bank mit 100.000 Euro an der Gründung der österreichischen Ethikbank beteiligt. Aktuell hält die Genossenschaft bei über 4.500 Genossenschaftern mit einem Gesamtkapital von 3,3 Millionen Euro. Für die Beantragung der Banklizenz bei der FMA werden sechs Millionen Euro benötigt. Alle Menschen mit Wohnsitz in Österreich, Deutschland und der Schweiz können ab 200 Euro mitgründen. (gp)