Die Zusammenarbeit mit der größten sozial-ökologischen Bank Deutschlands und eine Weitertreibung des FMA-Antrags für ein Zahlungsinstitut mit Gemeinwohlkonto – das wurde kürzlich auf der außerordentlichen Generalversammlung der Genossenschaft für Gemeinwohl in Wien beschlossen.

Fragen der FMA werden beantwortet
Über 460 Genossenschaftsmitglieder kamen vergangenen Samstag zur außerordentlichen Generalversammlung. Der Vorstand wurde darin bestätigt, den Verbesserungsauftrag der Finanzmarktaufsicht (FMA) zu beantworten und nötigenfalls Rechtsmittel zu ergreifen. Der Verbesserungsauftrag der FMA ist sehr umfassend, aber nur ein Teil der 227 Fragen wird von der Genossenschaft als konzessionsrelevant erachtet.

"Die FMA hat unseren 250 Seiten starken Antrag gründlich studiert und im Dezember erwartungsgemäß eine Reihe von Fragen gestellt, die wir nun beantworten", so Genossenschaftsvorstand Peter Zimmerl. "Aber Fragen, die sich auf einen laufenden Geschäftsbetrieb beziehen, können wir gar nicht so beantworten, als hätten wir schon eine Konzession und ein eröffnetes Zahlungsinstitut“, so Zimmerl.

Mandat für GLS-Sondierungen
Gleichzeitig werden Optionen für den Fall einer negativen Entwicklung des Behördenverfahrens geprüft. Unter anderem erhielt der Vorstand das Mandat, eine Vertiefung der Zusammenarbeit mit der deutschen Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken (GLS Bank) zu sondieren, die schon heute die größte Anteilshaberin der Genossenschaft für Gemeinwohl ist. Eine der möglichen Optionen ist eine österreichische GLS Niederlassung, die unter der Marke "Bank für Gemeinwohl" Girokonten, Sparbücher, Kredite und weitere Bankprodukte anbietet.

Wiederwahl der Aufsichtsratsmitglieder
Darüber hinaus stimmte die Mitgliederversammlung für eine Weiterentwicklung der Grundlagendokumente und für die Wiederwahl der Aufsichtsratsmitglieder Markus Stegfellner (Vorsitz), Judith Pühringer und Christian Felber (Stellvertretung).

Die erfolgreiche Crowdfunding-Plattform mit Gemeinwohlsiegel und die zugrunde liegende Gemeinwohl-Prüfung werden weitergeführt und die Aktivitäten der Akademie für Gemeinwohl intensiviert. "Wir schöpfen alle Optionen aus, um die Interessen der Genossenschafter*innen bestmöglich zu wahren und unsere Vision von ethischem Banking auf vielfältigen Wegen umzusetzen“, schließt Genossenschaftsvorstand Fritz Fessler. (gp)