Für die slowakische Investorengruppe Arca Capital steht weiter fest, dass sie die Mehrheitsanteile der Wiener Privatbank übernehmen will. Gestern hatte die Privatbank selbst einen Medienbericht rund um einen Rückzug als nicht vorstellbar bezeichnet. Heute stellt auch die Käufergruppe klar: "Das ist definitiv eine Falschinformation". Das sagte ein Sprecher gegenüber FONDS professionell ONLINE.

"Der Standard" hatte unter anderem berichtet, dass Arca ins Visier tschechischer und slowakischer Finanzbehörden gelangt sei. Bei Arca heißt es, man unterstütze vielmehr die Untersuchungen der Behörden: Es gehe bei den kolportierten Ermittlungen um den Ex-Eigentümer eines Unternehmens, das Arca gekauft hat.

"Nur ein Verbesserungsauftrag von der FMA"
Auch den im Bericht vermuteten Widerstand der österreichischen FMA sieht man nicht: Auf die Frage, ob Arca ihre Unterlagen bereits vollständig beim österreichischen Regulator (der dem Deal noch zustimmen muss) eingereicht hat, heißt es: "Grundsätzlich ja. Derzeit haben wir lediglich einen Verbesserungsauftrag laufen, den wir zeitgerecht erledigen werden. Aus unserer Sicht sind wir aktuell voll im Zeitplan".

Bei der FMA dürfte allerdings die Geschäftsführung von Arca besonders unter die Lupe genommen werden: Gemäß einem Bericht des Prague Business Journal aus der Vorwoche hat die tschechische Nationalbank (CNB) dem Gründer und Chef von Arca, Pavol Krúpa, jüngst die Erlaubnis verweigert, den Arca Capital CEE Investment Fund zu leiten. Krúpa sei nicht vertrauenswürdig, habe beim Ansuchen um die Genehmigung Informationen vorenthalten und sei schon davor im Management von Gesellschaften tätig gewesen, die Verstöße gegen die Kapitalmarktvorschriften begangen hatten. (eml)