US-Geldmarktfonds ziehen immer mehr Geld aus Europa ab
Die Schuldenkrise in Europa führt zu einem immer stärkeren Kapitalabfluss aus dem alten Kontinent. Laut Informationen der Ratingagentur Fitch haben US-Geldmarktfonds seit Mai 2011 ihr Exposure in Europa um 72 Prozent verringert.
Erst im Dezember reduzierten die zehn größten US-Geldmarktfonds ihr Engagement in Europa um 16 Prozent. Am stärksten betroffen von dem Abzug seien laut der Studie die französischen Banken, welche viel Geld in Griechenland investiert haben. Von der Umschichtung der Gelder am meisten profitieren Australien, Kanada, Skandinavien und Japan, da diese in Griechenland überhaupt nicht oder nur gering investiert sind.
Der Abzug der US-Geldmarktfonds aus Europa hat schwerwiegende Konsequenzen für Europas Finanzwirtschaft, weil dadurch ein Baustein für die Liquidität die die Banken benötigen um ihr US-Geschäft zu refinanzieren wegfällt. Deswegen hatte die Europäische Zentralbank (EZB) in einer konzertierten Aktion bereits Ende November die Kosten bestehender Dollar Swaps reduziert um den europäischen Geschäftsbanken zu ermöglichen, sich billiger als bislang in US-Dollar zu refinanzieren. (cs)
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