Uniqa: Einmaleffekte sorgen für 330 Millionen Euro Minus in 2011
Im Jahr 2011 hat sich das operative Kerngeschäft der Uniqa Gruppe in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld solide entwickelt: Die laufenden Prämien stiegen um 4,4 Prozent auf 5.367 Millionen Euro (2010: 5.141 Millionen Euro), in den Wachstumsmärkten in Osteuropa sogar um 6,5 Prozent auf 1.085 Millionen Euro (2010: 1.019 Millionen Euro).
Gestiegene Kostenquote aufgrund von Neuausrichtung
Die Leistungsquote in der Lebens- und Krankenversicherung sank auf 92,6 Prozent (2010: 93,9 Prozent), die Schadenquote im Schaden- und Unfallgeschäft auf 65,3 Prozent (2010: 68,4 Prozent). Die Kostenquote stieg aufgrund einmaliger Kostenbelastungen durch die Investitionen in die Neuausrichtung der Uniqa Gruppe überproportional auf 26,7 Prozent (2010: 21,9 Prozent). Im Ergebnis 2011 sind – wie im September 2011 kommuniziert – Einmalbelastungen durch den Konzernumbau in der Höhe von rund 190 Millionen Euro enthalten sowie eine Nettobelastung durch Wertberichtigungen auf griechische Staatspapiere in der Höhe von 346 Millionen Euro. Sie drückten das EGT auf rund minus 330 Millionen Euro.
"Wir haben ein robustes operatives Kerngeschäft. Die Sondereffekte belasten natürlich das Ergebnis in 2011, aber sie entlasten uns für die Zukunft. Unsere Strategie mit dem klaren Fokus auf die Kunden und das Kerngeschäft passt. Wir werden sie 2012 weiter konsequent umsetzen: Wir werden Prozesse schneller und effizienter gestalten, die Kundennähe weiter verstärken und – in Österreich und Osteuropa – das Geschäft rentabel ausbauen", kommentiert Uniqa CEO Andreas Brandstetter.
Zuwächse der laufenden Prämien in allen Regionen und Segmenten
Die verrechneten laufenden Prämien – einschließlich der Sparanteile aus der fonds- und indexgebundenen Lebensversicherung – konnten 2011 konzernweit um 4,4 Prozent auf 5.367 Millionen Euro (2010: 5.141 Millionen Euro) gesteigert werden. In Österreich erzielte die Uniqa Gruppe ein Plus von 2,8 Prozent auf 3.546 Millionen Euro (2010: 3.448 Millionen Euro). Im internationalen Geschäft stiegen die laufenden Prämien um 7,6 Prozent auf 1.821 Millionen Euro (2010: 1.693 Millionen Euro). Die Gesellschaften in Osteuropa erwirtschafteten davon 1.085 Millionen Euro (+6,5 Prozent) nach 1.019 Millionen Euro im Jahr 2010. Zum Teil deutlich über dem jeweiligen Markt wuchsen in Osteuropa vor allem die Gesellschaften in Montenegro, Albanien, Bosnien, Bulgarien, Serbien, der Ukraine, Tschechien, dem Kosovo, Russland und Ungarn. Die Gesellschaften in Westeuropa – inklusive der Mannheimer Gruppe – erwirtschafteten 737 Millionen Euro (+9,1 Prozent) nach 675 Millionen Euro im Vorjahr.
Rückgang der Einmalerläge in der Lebensversicherung
Die gesamten verrechneten Prämien (laufend und Einmalerläge) beliefen sich auf 5.970 Millionen Euro (2010: 6.224 Millionen Euro). Das Minus von 4,1 Prozent resultiert dabei ausschließlich aus dem Rückgang der Einmalerläge in der Lebensversicherung – vor allem in Österreich, Italien und Polen –, der im Jahr 2011 die gesamte Branche betroffen hat. Die Einmalerläge sanken um 44,3 Prozent auf 603 Millionen Euro (2010: 1.084 Millionen Euro).
Steigerung bei laufenden Lebensversicherungsprämien
Auch in der Lebensversicherung zeigte das Geschäft gegen laufende Prämie deutliche Zuwächse. Konzernweit konnten die laufenden Lebensversicherungsprämien um 4,8 Prozent auf 1.657 Millionen Euro gesteigert werden (2010: 1.582 Millionen Euro). In Österreich wuchsen die Prämien in diesem Segment um 2,7 Prozent auf 1.329 Millionen Euro (2010: 1.294 Millionen Euro), im internationalen Geschäft sogar um 14,0 Prozent auf 328 Millionen Euro (2010: 288 Millionen Euro). Um jeweils mehr als 20 Prozent zulegen konnten dabei die Uniqa Gesellschaften in Rumänien, Russland, der Ukraine und Polen. Insgesamt (laufend und Einmalerläge) gingen die Lebensversicherungsprämien um 15,2 Prozent auf 2.260 Millionen Euro (2010: 2.664 Millionen Euro) zurück. (mb)
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