26.01. | 2012

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Umfrage: Österreicher fordern mehr Finanzbildung

Der Frage was die Österreicher über Investmentfonds wissen, ging AXA Investment Managers (AXA IM) gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest bereits zum sechsten Mal in Folge in einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage nach. Das zentrale Ergebnis: Die Österreicher fordern mehr Finanzbildung.
 
Starkes Informationsbedürfnis beim Thema Finanzen
Finanzbildung gehört auf den Lehrplan, so findet ein Großteil der Österreicher. 52 Prozent meinen, es solle mehr Finanzwissen im Unterricht vermittelt werden. Knapp jeder Fünfte gibt an, dieses Wissen tatsächlich auch in der Schule erlangt zu haben. Mehr Aufklärung wird zudem über Ausbildungsstätten und Universitäten gefordert. Das Bedürfnis nach Finanzwissen ist größer geworden und die Österreicher wünschen sich auch mehr Informationen über das Internet, Printmedien und das Fernsehen. „Wir vermuten, dass der hohe Informationsbedarf auf die erneuten Kurseinbrüche und die Unsicherheiten an den Kapitalmärkten zurückzuführen ist. Viele Österreicher sind beim Thema Finanzen nach wie vor verunsichert und wollen mehr Aufklärung”, so Karin Kleinemas, die für Nordeuropa zuständige Marketing-Chefin bei AXA Investment Managers.

Nachholbedarf beim Thema Nachhaltigkeit
Ein weiterer Baustein der Studie waren Fragen zum Thema Nachhaltigkeit, mit dem Ergebnis: Die Österreicher wollen nachhaltig investieren, wissen aber nicht wie. Fast zwei Drittel der Befragten kennt den Ausdruck Nachhaltigkeit und ein Drittel geht davon aus, dass nachhaltige Investments gleichzeitig auch weniger Rendite bedeutet. Für knapp die Hälfte spielt der Aspekt Nachhaltigkeit bei der Anlageentscheidung eine wichtige Rolle – bei den Fondsbesitzern sind es sogar mehr als zwei Drittel. Dennoch: Gut ein Viertel würde zwar gerne nachhaltig investieren, kennt aber keine geeigneten Produkte. „Für die Österreicher sind Themen wie Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung offenbar wichtig. Die Aufgabe von Berater und Anbieter ist es, den Anleger über Möglichkeiten nachhaltiger Anlageformen und deren Renditemöglichkeiten besser zu informieren”, kommentiert Kleinemas.

Das Wissensniveau der Österreicher fällt leicht
Das allgemeine Finanzwissen der Österreicher hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verschlechtert. Das Wissensniveau zum Thema Investmentfonds liegt mittlerweile bei nur 45 von 100 erzielbaren Indexpunkten. Im Vorjahr waren es 47 Punkte. 60 Prozent der Österreicher erreichen einen Indexwert von unter 50 Punkten und haben somit kein oder nur ein geringes Wissen über Investmentfonds. Lediglich 9 Prozent der Bevölkerung erreichen einen Wert von über 71 Indexpunkten und liegen damit deutlich über dem Durchschnitt. „Es zeigt sich, dass das Selbstbewusstsein bei der Beantwortung der Fragen zurückgegangen ist. So haben sich in diesem Jahr die „Weiß nicht“-Antworten erheblich erhört und somit zur Verschlechterung der Werte beigetragen“, so Kleinemas. Ein weiterer Aspekt der Studie betrifft die persönliche Selbsteinschätzung. 53 Prozent stufen ihr Finanzwissen gut oder sehr gut ein, tatsächlich sind es jedoch nur 40 Prozent.

Jüngere kennen sich mit „neueren“ Fondsarten besser aus
Auch bei den allgemeinen Fragen zu Investmentfonds gibt es Wissenslücken: Nur 40 Prozent der Österreicher wissen, dass ein Rentenfonds in festverzinsliche Wertpapiere investiert. Auf die Frage, ob es Investmentfonds gibt, die speziell zum Schutz vor Inflation entwickelt wurden, fand nur knapp ein Drittel der Befragten die richtige Antwort. Inflationsindexierte Anleihen kennen 41 Prozent der Besserverdiener, 29 Prozent der Geringverdiener (Haushaltsnettoeinkommen unter 1.500 Euro) können diese Frage hingegen nicht beantworten. Die ältere Generation Anlageentscheidung eine wichtige Rolle – bei den Fondsbesitzern sind es sogar mehr als zwei Drittel. Dennoch: Gut ein Viertel würde zwar gerne nachhaltig investieren, kennt aber keine geeigneten Produkte. „Für die Österreicher sind Themen wie Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung offenbar wichtig. Die Aufgabe von Berater und Anbieter ist es, den Anleger über Möglichkeiten nachhaltiger Anlageformen und deren Renditemöglichkeiten besser zu informieren”, kommentiert Kleinemas.

Das Wissensniveau der Österreicher fällt leicht
Das allgemeine Finanzwissen der Österreicher hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verschlechtert. Das Wissensniveau zum Thema Investmentfonds liegt mittlerweile bei nur 45 von 100 erzielbaren Indexpunkten. Im Vorjahr waren es 47 Punkte. 60 Prozent der Österreicher erreichen einen Indexwert von unter 50 Punkten und haben somit kein oder nur ein geringes Wissen über Investmentfonds. Lediglich 9 Prozent der Bevölkerung erreichen einen Wert von über 71 Indexpunkten und liegen damit deutlich über dem Durchschnitt. „Es zeigt sich, dass das Selbstbewusstsein bei der Beantwortung der Fragen zurückgegangen ist. So haben sich in diesem Jahr die „Weiß nicht“-Antworten erheblich erhört und somit zur Verschlechterung der Werte beigetragen“, so Kleinemas. Ein weiterer Aspekt der Studie betrifft die persönliche Selbsteinschätzung. 53 Prozent stufen ihr Finanzwissen gut oder sehr gut ein, tatsächlich sind es jedoch nur 40 Prozent.

Die Hälfte der Österreicher stuft Fonds als altersvorsorgetauglich ein
Dass das Vertrauen der Österreicher in Investmentfonds als mittel- bis langfristige Geldanlage erschüttert ist, zeigt sich klar in der Einstellung zur privaten Altersvorsorge mittels Fonds. Zugleich ist positiv zu vermerken, dass eine leicht positive Tendenz im Vergleich zum Vorjahr zu erkennen ist. Hielten im Jahr 2011  noch 47 Prozent der Befragten Fonds für altersvorsorgetauglich, so sind es jetzt 49 Prozent. Nach dem Ausbruch der Finanzkrise lag der Wert im Jahr 2009 sogar bei nur 43 Prozent. Der Hauptgrund, der die Befragten von einer Investition in Fonds abhält, ist der Mangel an zusätzlichem Geld. Dieser Aussage stimmen 27 Prozent der Befragten zu, die keine Fonds besitzen. Insbesondere die Älteren (60plus) und Geringverdiener sind der Meinung, Fonds seien etwas für Besserverdiener. Jeder fünfte Österreicher möchte hingegen eigenständig sparen. „Die Unruhe an den Märkten spiegelt sich im verunsicherten Verhalten wider. Eigenständiges Sparen scheint den Österreichern flexibler als eine Investition für die langfristige Altersvorsorge. Das Geld ist zwar gedanklich für die Zukunft angelegt, kann bei Bedarf aber jederzeit verwendet werden. Doch auch Fonds können täglich veräußert werden und Sparpläne sind bereits mit einem Betrag von 50 Euro realisierbar. Es scheint fast, als hätte sich diese Investmentidee bei der breiten Bevölkerung noch nicht durchgesetzt“, so Kleinemas.

Die Österreicher unterschätzen die Wertentwicklung von Fonds
Auf die Frage, wie die Österreicher die Wertentwicklung europäischer Aktienfonds bei einer Anlage von 10.000 Euro über einen Zeitraum von 20 Jahren einschätzen, gaben die Befragten einen Durchschnittswert von rund 18.300 Euro an. Sie liegen damit weit unter dem tatsächlichen Wert, der bei knapp über 26.500 Euro liegt. Auch in der Vergangenheit hatten sich die Österreicher bei dieser Frage deutlich verschätzt. Besonders in den Jahren vor der Finanzkrise lag die Einschätzung der Befragten weit unter der tatsächlichen Wertentwicklung.

Im Ländervergleich überschätzen sich die Österreicher am meisten
Wie auch in den Vorjahren wurde die Studie auch in diesem Jahr in Deutschland und der Schweiz durchgeführt. Im Ländervergleich zeigt sich, dass sich die Deutschen beim Thema Finanzen am besten auskennen (Deutschland 48 Indexpunkte, Österreich 45 Indexpunkte, Schweiz: 46 Indexpunkte). 27 Prozent der Österreicher erreichten einen Indexwert von unter 30 und gelten damit als unwissend. In Deutschland sind es 14 Prozent und in der Schweiz 18 Prozent. Die Österreicher neigen zudem dazu, ihre Finanzkenntnisse zu überschätzen: Mehr als die Hälfte ist der Überzeugung, sich gut oder sehr gut auszukennen, während es tatsächlich nur 40 Prozent sind. Auch die Schweizer überschätzen ihre Finanzkenntnisse. Knapp die Hälfte glaubt sich auszukennen, in Wahrheit sind es nur 40 Prozent. Die Deutschen hingegen sind am realistischsten: 43 Prozent glauben zu wissen und 41 Prozent tun es. (cs)

 

Quelle:FONDS professionell

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Antworten

Vermögensberater

von Christoph Cwienk am 27.01.12, 16:55

Genau deshalb sollte man sich aktiv den Rat eines unabhängigen Vermögensberaters einholen!